No. 06

No. 06, 16.02.2022

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

 

  • Die DFG hat als Ergänzung zur Ausschreibung für Basisdienste in der NFDI jetzt auch zwei entsprechende Templates für die Abfassung der Absichtserklärungen bzw. der Anträge veröffentlicht [weitere Informationen]

 

  • Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat zusammen mit dem IGES-Institut das „PraxisBaromer Digitalisierung 2021 veröffentlicht. Aus der repräsentativen Umfrage unter mehr als 2800 Ärzten und Psychotherapeuten zu ihren Einschätzungen und Erfahrungen bei der digitalen Entwicklung geht hervor, dass trotz großer Aufgeschlossenheit gegenüber Digitalisierung (74 % aller Praxen), im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger darin einen Nutzen für sich und die Patienten erkennen. Neben Fehleranfälligkeit der Telematikinfrastruktur (TI) und einem ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis wird v.a. auch fehlende Nutzerfreundlichkeit als Hemmnis angeführt. Die KBV fordert daraufhin u.a. ausreichend Vorlauf für neue Anwendungen, eine niedrigschwellige Vernetzung im Gesundheitswesen für einen interoperablen Informationsaustausch sowie mehr ideelle und finanzielle Förderung [weitere Informationen]

 

  • Die Universitätsmedizin Magdeburg und die Universitätsmedizin Halle haben zusammen den „Datentreuhandverbund biomedizinischer Forschungsdaten für das Land Sachsen-Anhalt – DaTHMed-LSA“ gegründet. Ziel ist die Entwicklung eines browserbasierten, datenschutzkonformen Online-Portals sowie eines Studienteilnehmenden-Portals, die es sowohl der Forschung ermöglichen, die enormen Datenmengen sicher und datenschutzkonform zu verknüpfen und zu analysieren als auch den Patientinnen und Patienten, einen besseren Einblick in die Verwendung ihrer Daten zu erhalten. Das BMBF fördert das Vorhaben mit rund 800.000 Euro [weitere Informationen]

 

 

Bildung & Hochschulen

  • Am Dienstag wurde der „UNESCO- Weltbildungsbericht 2021/2022 (Global Education Monitoring Report)“ vorgestellt, der diesmal als Schwerpunkt die Rolle nichtstaatlicher Akteure untersucht. Dabei werden u.a. auch Angaben zu privaten Hochschulen und Bereiche der Aus- und Weiterbildung erfasst, die auch in Deutschland zu einem großen Teil von privaten Akteuren angeboten werden. Die UNESCO hat außerdem fünf Empfehlungen formuliert, darunter neben einer chancengerechteren Bildungsfinanzierung und einer staatlichen Aufsicht auch für nichtstaatliche Akteure u.a. auch die Etablierung von übergreifenden Qualitätsstandards und den Schutz des Bildungssystems vor Partikularinteressen. Im Zentrum des Weltbildungsberichts 2023 wird der Einsatz von Technologien in der Bildung stehen [weitere Informationen]

 

  • Die Hochschulverbünde Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM), German Universities of Applied Sciences (UAS7) und HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften (HAWtech) haben sich in einem gemeinsamen Positionspapierzur geplanten Schaffung einer Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) geäußert. Darin unterstützen sie das Vorhaben der Bundesregierung sehr, plädieren aber nachdrücklich dafür, die bislang zu wenig genutzten Potentiale gerade der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und ihre engen Kontakte zu lokalen bzw. regionalen Unternehmen und Institutionen stärker einzubinden. Außerdem empfehlen sie einen v.a. international ausgerichteten Rahmen mit einer stabilen (zusätzlichen) Finanzierung sowie für die DATI eine neuartige, agile Governancestruktur [weitere Informationen]

 

  • Die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen haben eine „Research Alliance Ruhr“ gegründet, mit der vier Forschungszentren a. zu „Trustworthy Data Science and Security“ sowie ein College eingerichtet werden. Hiermit sollen Schwerpunktthemen gemeinsam erarbeitet sowie der internationale Austausch gezielt gefördert werden. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben für drei Jahre mit insgesamt 75 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Die Einstein Stiftung Berlin vergibt mit dem „Einstein Foundation Award for Promoting Quality in Research“ auch 2022 wieder einen Wissenschaftspreis, der gezielt Anstrengungen honoriert, die zur Steigerung der Qualität in Wissenschaft und Forschungspraxis beitragen. Ausgezeichnet werden Forscherinnen und Forscher, Institutionen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie wissenschaftlicher Nachwuchs aus allen Disziplinen, sofern sie beispielhaft zur Steigerung von Integrität, Transparenz oder Reproduzierbarkeit in der Forschung beitragen. Bewerbungen und Nominierungen können bis 30. April eingereicht werden. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 500.000 Euro vergeben [weitere Informationen]

 

  • Das internationale, interdisziplinäre Projekt „Wünschenswerte Digitalisierung" („Desirable Digitalisation“: Rethinking AI for Just and Sustainable Futures“) überprüft unter der Leitung der Universitäten in Bonn und Cambridge ethische Prinzipien in der KI-Entwicklung. Flankierend zu der geplanten KI-Verordnung der Europäischen Union („AI Act“) werden in dem zweigeteilten Projekt zunächst interkulturelle Perspektiven auf KI sowie grundlegende Rechte und Werte untersucht, bevor im zweiten Schritt mit Partnern aus der KI-Industrie Prinzipien für das Design und die Bildung von KI auf Basis von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit entwickelt werden. Die Stiftung Mercator fördert das Vorhaben mit 3,8 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Der unabhängige Arbeitskreis „Forum 13+“ hat Kriterien zur Bewertung von Open Access-Transformationsverträgen und Verlagsangeboten in Form eines Spektrums zusammengestellt und jetzt veröffentlicht. Es soll Akteuren als Orientierungshilfe bei der Aushandlung von Transformationsverträgen dienen, ohne eine normative Wertung abzugeben [weitere Informationen]

 

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Der Branchenverband Bitkom hat eine Studie zu Marktentwicklungen und -trends von Rechenzentren in Deutschland veröffentlicht und hierfür auch Chancen und Risiken sowie Nachhaltigkeitsaspekte untersucht. Dabei wird u.a. festgestellt, dass die Kapazitäten – gemessen an der IT-Leistung – von 2010 bis 2020 um 84 Prozent gestiegen sind, was v.a. auf den Ausbau von Cloud-Computing zurückgeführt wird. Die Studie liefert neben Angaben zu Struktur und Standortfaktoren auch Informationen zur Anbieterauswahl sowie Angaben zur Entwicklung des Energiebedarfs und der verursachten Treibhausgasemissionen [weitere Informationen]

 

  • Vier europäische Telekommunikationsanbieter, darunter die Deutsche Telekom, haben in einem gemeinsamen Appell die großen Inhaltsplattformen zu einer Kostenbeteiligung für die Bereitstellung der digitalen Infrastruktur aufgefordert. Als Hintergrund verweisen sie auf den Anteil am massiven Anstieg des gesamten Datenverkehrs u.a. für Streamingdienste von wenigen Anbietern gerade in den letzten beiden Jahren. Außerdem rufen sie - angesichts der ungleich verteilten Marktmacht – die EU-Gremien zur regulatorischen Unterstützung auf [weitere Informationen]

 

  • Der Verband eco hat die Initiative „topDNS“ gegründet, in der führende Akteure der Branche den sicheren Betrieb des Domain Name System (DNS) fördern bzw. durch wirksame Maßnahmen vor Missbrauch schützen wollen. Um künftig mögliche Kollateralschäden zu vermeiden, sind insbesondere die Entwicklung eines Trusted Notifier Frameworks sowie Sensibilisierungskampagnen für den politischen Bereich, andere Entscheidungsebenen sowie Expertenrunden geplant [weitere Informationen]

 

 

E-Government

  • Der Digitalminister und der Digitalbeauftragte von Rheinland-Pfalz haben ein „Fünf Punkte-Rettungsprogramm“ für eine erfolgreiche Umsetzung des OZG vorgestellt. Zu ihren Vorschlägen zur Durchsetzung des „Einer für alle-Prinzips“ (EfA) gehören u.a. finanzielle Anreize durch den Bund, ein verlässlicher Überblick und (neuer) Zeitplan mit Meilensteinen bis zum Jahresende, die Sicherstellung der Adaptierbarkeit bereitgestellter EfA-Leistungen sowie die rechtliche Überprüfung bzw. Anpassung von Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und IT-Sicherheit [weitere Informationen]

 

  • Hessen und das Saarland führen als erste Bundesländer das Nutzerkonto des Bundes (NKB) auf Landes- und Kommunalebene ein. Das zentrale Postfach soll als interoperables Instrument Bürgerinnen und Bürgern den bundesweiten Zugriff auf Verwaltungsleistungen ermöglichen [weitere Informationen]

 

Veranstaltungen

  • „Using DCAT (Data Catalogue Vocabulary) to support metadata integration” Webinar (17.02.) [weitere Informationen]
  • “NFDI InfraTalk: Open Government portals: from publishing to use and impact” (online; 21.02.) [weitere Informationen]
  • „How to achieve green sustainability goals for the Data Center Industry” (online; 22.02.) [weitere Informationen]
  • “Open Access Talk: Open Access Publizieren – so geht´s” (online; 24.02.) [weitere Informationen]
  • „FZI Open House: Innovationen für die gesellschaftlichen Herausforderungen“ (online; 24.02.) [weitere Informationen]
  • „2. Magnus Symposium: On the Nature of Information“ (Berlin und online; 23.-25.02.) [weitere Informationen]
  • „2022 Unconferece of Open Scholarship Practices in Educational Research” (online; 24.-25.02.) [weitere Informationen]
  • „Webtalk: Datenspende – wann ist die Weitergabe von persönlichen Daten sinnvoll?“ (02.03.) [weitere Informationen]
  • „Making Open Research Europe Future-Proof: Plans for a Sustainable and Robust Publishing Platform” Workshop (04.03.) [weitere Informationen]
  • „Digitalisierung der Medienordnung” (Berlin; 04./05.03.) [weitere Informationen]
  • „Open Data Conference 2022“ (05.03.) [weitere Informationen]
  • „IT- und Datenkompetenz im FDM: Fokus 1: Programmierung und Automatisierung“ Workshop (online; 21.-22.03.; Anmeldung bis 06.03.) [weitere Informationen]
  • „Kulturen des digitalen Gedächtnisses – DHd 2022“ Jahrestagung (online; 07.-11.03.) [weitere Informationen]

 

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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No. 05

No. 05, 09.02.2022

 

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die Europäische Kommission hat eine Studie zur Kartierung von Datenflüssen in Europa zu den führenden Cloud-Infrastrukturen veröffentlicht. Demnach stammten 2020 die meisten (Unternehmens-) Datenströme aus dem Gesundheitssektor, während Deutschland die meisten Datenzuflüsse aufweisen konnte. Neben den Detailergebnissen wird auch die neuentwickelte Methodik vorgestellt, die es erstmals ermöglicht hat, Volumen und Arten von Datenströmen aus mehr als 30 Staaten zu identifizieren, zu kartieren und zu analysieren, die sich zwischen Unternehmen und einer bestimmten Cloud-Infrastruktur in Europa bewegen. Der Bericht ist Teil des „European Data Flow Monitoring und enthält u.a. auch ein Online- Visualisierungstool zur Entwicklungsabschätzung bis 2030 [weitere Informationen]

 

  • Eine Ausschreibung der Europäischen Kommission für einen europäischen DNS-Resolver (DNS4EU) stößt auf reges Interesse, allerdings befürchten manche u.a. angesichts der vorgesehenen Filter eine „Fragmentierung des Internets“ [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

  • Die European Universities Association EUA hat letzte Woche ihre „Open Science Agenda 2025“ präsentiert und darin drei Prioritäten im Bereich Open Science für die kommenden vier Jahre gesetzt: 1) dauerhaft offener Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen weltweit, 2)Implementierung der FAIR-Prinzipien für Forschungsdaten auf institutioneller Ebene und 3) die Reform der Forschungsbewertung. Die Agenda soll als Beitrag zur Transformation zu Open Science die EUA-Mitglieder unterstützen und sie zu weiteren Schritten ermutigen [weitere Informationen]

 

  • Der Arbeitskreis „Strategie und Organisationdes ZKI (Zentrum für Kommunikation und Informationsverarbeitung) hat die Ergebnisse seiner jährlichen Umfrage zu den wichtigsten Trends für die strategische Planung und Entscheidungsfindung von IT-Einrichtungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen veröffentlicht. Die Umfrage fand von Dezember 2021 bis Januar 2022 statt und umfasste diesmal ergänzende Schwerpunktfragen u.a. zur Nutzung von externen Cloud-Angeboten, Maßnahmen im Bereich „Digitale Souveränität“ und die Einschätzung der Rolle von IT nach der Pandemie [weitere Informationen]

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Die UNESCO hat heute ihren alle fünf Jahre erscheinenden UNESCO Science Report offiziell vorgestellt, der bereits im Sommer 2021 veröffentlicht wurde. Er bietet neben einem Überblick über die globalen Trends in der Wissenschaftspolitik auch einen detaillierten Vergleich der weltweiten Entwicklung in Regionen und Ländern. Dabei fordern die mehr als 70 Autor:innen aus 52 Ländern deutlich verstärkte Investitionen in die Wissenschaft (vier von fünf Ländern investieren weniger als 1 Prozent ihres BIP) sowie eine engagiertere Auseinandersetzung mit den globalen Herausforderungen und Krisen. Außerdem bekräftigen sie die Notwendigkeit einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung [weitere Informationen]

 

  • Heute hat der Europäische Innovationsrat sein Arbeitsprogramm 2022 veröffentlicht und damit u.a. eine neue Ausschreibungsrunde für den „EIC Accelerator“ gestartet, mit dem Innovationen u.a. aus dem Bereich digitale Technologien gefördert werden. Außerdem enthält das Arbeitsprogramm u.a. neue „Challenges“ (z.B. „Technologies for Open Strategic Autonomy“, „DNA-based digital data storage“) und gibt Auskunft über die zur Verfügung stehenden Budgets (insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Euro) und die jeweiligen Antragsfristen [weitere Informationen]

 

  • Eine Gruppe hochrangiger Wissenschaftler:innen aus Europa hat mit der InitiativeStick to Science einen Aufruf an die Gremien der Europäischen Union sowie die Regierungen der Schweiz und des Vereinigten Königreichs gestartet, in dem sie sich für eine zügige Assoziierung beider Staaten zum Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ aus rein wissenschaftlichen Gründen einsetzen. Andernfalls sehen sie das Renommee des Programms und den Wissenschaftsstandort Europa gefährdet. Aktuell haben mehr als 1500 Personen und Organisationen den Aufruf unterzeichnet. Die Schweiz und Großbritannien haben in der Zwischenzeit Gespräche über eine engere bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft aufgenommen [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat eine neue Förderbekanntmachung für Forschungsvorhaben „Plattform Privatheit – Bürgerinnen und Bürger bei der Wahrnehmung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung unterstützen“ veröffentlicht. Damit soll ein sichere Datennutzung gemäß europäischer Grundwerte sowie ein souveräner Datenumgang gefördert und mittelfristig die Sensibilisierung als Standortvorteil für Deutschland und Europa genutzt werden. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und u.a. Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können sich bis 8. April mit Projektskizzen (ausschließlich für Verbundvorhaben) bewerben [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat zehn neue interdisziplinäre Forschungsprojekte vorgestellt, die im Förderschwerpunkt „Erkennung und Bekämpfung von digitalen Desinformationskampagnen“ für jeweils drei Jahre gefördert werden. Für die Vorhaben, die z.T. Analysetools oder auch eine Datenbank zum Thema entwickeln wollen, stellt das BMBF als Teil des Förderrahmenprogramms „Digital.Sicher.Souverän“ insgesamt 15 Mio. Euro zur Verfügung [weitere Informationen]

 

  • Das Vorhaben „Ethik in der Digitalisierung, an dem im Rahmen des „Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC)“ mehr als 100 internationale Forschungsinstitute mitgewirkt haben, hat seinen Abschlussbericht präsentiert. Darin formulieren die Autor:innen Vorschläge für Fragen u.a. zu Diskriminierung durch Algorithmen, Zugang zu Online- Bildung und digitaler Souveränität, v.a. um angesichts wechselnder Rollenverteilungen von Regierungen und Technologiedienstleistenden wichtige Impulse zu setzen. Das Projekt unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wurde von der Stiftung Mercator mit rund 1 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

  • Die Universität Augsburg (UNIA), die Hochschule für Philosophie München (HFPH) und die Technische Universität München (TUM) haben gemeinsam das interdisziplinäre „Center for Responsible AI Technologies“ gegründet, das sich der Entwicklung vertrauenswürdiger KI-Technologie widmet. Das Center strebt durch eine zielgerichtete und initiale Verknüpfung von Ethik, Sozial-, Geistes- und Technikwissenschaften u.a. eine bessere gesellschaftliche Akzeptanz für KI an. Der erste Schwerpunkt gilt dem Themenbereich „Medizin, Pflege, Gesundheit“ [weitere Informationen]

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Im Rahmen der Open Science Konferenz der französischen EU-Ratspräsidentschaft wurde letzte Woche der „Paris Call for Research Assessment“ Der Aufruf adressiert eine Überarbeitung der Forschungsbewertung und spricht sich u.a. dafür aus, anstelle der gängigen Bewertungsmethoden, die sich auf Anzahl und Ort von Publikationen beziehen, künftig stärker Forschungsqualität und Open Science-Praktiken zu gewichten. Zum Aufruf der EU-Kommission zur Beteiligung an einer Reform der Forschungsbewertung im Europäischen Forschungsraum (ERA) (s. Info Ticker No. 04 bzw. 01) sind neben der Liste der interessierten Organisationen mittlerweile auch die Mitglieder der „Core Group“ bekannt, die eng mit der Erarbeitungsgruppe der angestrebten Einigung zusammenarbeiten wird [weitere Informationen]

 

  • Die DFG hat eine Erstjahres-Bilanz zum Förderprogramm „Open Access-Publikationskosten“ veröffentlicht. Neben der Darstellung der Antrags- und Bewilligungsentwicklung 2021 (von 116 Anträgen wurden 75 im Umfang von rund 44 Mio. Euro bewilligt) werden darin auch der Begutachtungsprozess und die vorgenommenen Kürzungsentscheidungen für die Jahre 2021-2023 erläutert. Der Bericht endet mit Schlussfolgerungen des zuständigen Ausschusses für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) u.a. mit Blick auf die (noch nicht erreichte) Zielsetzung des Programms [weitere Informationen]

 

Recht

  • Die Europäische Kommission hat gestern ihren Entwurf für einen „Chips Act for Europe“ veröffentlicht (s. Info Ticker No. 37), mit dem sie das Ziel verfolgt, den europäischen Weltmarkanteil an der Produktion von Halbleitern bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Der Entwurf sieht neue Regularien sowie öffentliche Investitionen von ca. 43 Milliarden Euro vor. Davon sollen 11 Milliarden. Euro von der EU und den Mitgliedstaaten stammen und mehr als 30 Milliarden Euro durch Beihilfen der Mitgliedstaaten für Unternehmen generiert werden [weitere Informationen]

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Auf der Ministerkonferenz zur digitalen Souveränität in Europa haben gestern im Zuge der Initiative „Scale Up Europe“ 18 EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, die Einrichtung einer „European Tech Champions Initiative“ (ETCI) vereinbart, mit der ein Multi-Investor-Dachfonds („Fund of Funds“) für zehn bis 20 neue paneuropäische Fonds mit einer Höhe von jeweils mehr als 1 Milliarde Euro geschaffen werden soll. Ziel ist es, europäische Startups und ihre Schlüsselfunktion u.a. im digitalen Wandel mit rund 10 Milliarden Euro zu unterstützen. 3,5 Milliarden sollen bereits bereitstehen [weitere Informationen]

 

  • Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie zur Standardisierung der Wirtschaft („Normierungsstrategie“) veröffentlicht, mit der die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft gestärkt und die Einhaltung europäischer Werte sichergestellt werden soll. Sie sieht fünf Maßnahmenfelder vor, die u.a. die Definition von strategischen Zielen beim ökologischen und digitalen Wandel sowie z.B. den Grundsatz, dass europäische Akteure über europäische Normen mit Wirkung auf die europäische Rechtssetzung entscheiden müssen. Außerdem wird u.a. ein europäischer Verhaltenskodex für Forschende im Bereich Normung bis Mitte 2022 angekündigt, mit dem Forschung und Normung enger im Europäischen Forschungsraum verknüpft werden sollen [weitere Informationen]

 

  • UnterLeitung des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS entwickelt ein Konsortium aus namenhaften Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in dem Projekt „QuaST (Quantum-enabling Services und Tools für industrielle Anwendungen)“ Lösungen für einen niederschwelligen Zugang zu Quantencomputing für Unternehmen ohne umfangreiches Vorwissen. Hierfür sollen z.B. Toolboxen und Software für eine effiziente Nutzung bereitgestellt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das Projekt mit 5,5 Mio. Euro, das Gesamtbudget umfasst 7,7 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

  • Der Branchenverband Bitkom hat einen Leitfaden „Das digital Office aus der Cloud“ veröffentlicht. Er bietet darin konkrete Anwendungsbeispiele für cloud-basierte Digitalisierungsprojekte aus drei zentralen Bereichen sowie Hinweise u.a. zu Datenschutzanforderungen und IT-Sicherheit [weitere Informationen]

 

E-Government

  • Die Konzerne SAP und Arvato Systems haben den Aufbau einer souveränen Cloud für die öffentliche Verwaltung angekündigt, die auf der Microsoft Azure Cloud-Plattform basieren und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die „spezifischen nationalen Anforderungen“ erfüllen soll. Hierfür soll u.a. ein neues Unternehmen mit Sitz in Deutschland gegründet werden [weitere Informationen]

 

Veranstaltungen

  • “HeFDI Data Talk: NFDI4Biodiversity” (online; 11.02.) [weitere Informationen]
  • „Converging Science and Technology in a Digital Era – an overview of ISC-data-related activities” (online; 15. oder 16.02.) [weitere Informationen]
  • “Datentreuhänder : Gesellschaftlich nützlich, rechtlich auch gewollt?“ Expertengespräch (online; 16.02.) [weitere Informationen]
  • „Die Forschungsdaten Ihrer Institution verdienen ein gutes Zuhause – Veröffentlichen, Archivieren und Erhalten von Daten“ Webinar (18.02.) [weitere Informationen]
  • „Digitale Verwaltung 2022-2025 – Herausforderungen und Erwartungen an die Umsetzung“ (online; 18.02) [weitere Informationen]
  • „Strategieworkshop Gaia-X - Voraussetzungen, Ausblick, Anwendungsszenarien“ (online; 23.02.) [weitere Informationen]
  • „#D21Talk – Webkongress Digitale Gesellschaft 2022“ (23.02.) [weitere Informationen]
  • „RDA Deutschland Tagung 2022“ (online; 21.-25.02.) [weitere Informationen]
  • „Wie nachhaltig ist Künstliche Intelligenz?“ (online; 22.02.) [weitere Informationen]
  • „Germany and EOSC for researchers“ Webinar (23.02.) [weitere Informationen]

 

Tagungsberichte

  • “Workshop network of FAIR-enabling trustworthy digital repositories (TDRs)” [weitere Informationen]
  • „Zugang gestalten – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ (Aufzeichnung) [weitere Informationen]
  • “Euractiv: An effective Digital Markets Act – What balance will achieve certainty for all stakeholders” (Aufzeichnung) [weitere Informationen]

 

 

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de), Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de) und Daniel Zdun (daniel.zdun@rfii.de)

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Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) auf dem SharePoint archiviert. Für Fragen und Anregungen wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle: info@rfii.de

 

 


No. 04

No. 04, 02.02.2022

 Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die DFG hat die offizielle Ausschreibung zur Förderung von NFDI-weiten Basisdiensten als Ergänzung der dritten Ausschreibungsrunde veröffentlicht (s. Info Ticker No. 49). Neben Angaben zu den Fördervoraussetzungen werden darin auch Hinweise zum Entscheidungsverfahren gegeben. Interessierte können sich als Einzelkonsortium oder im Verbund von NFDI-Konsortien bis spätestens 29. April 2022 für eine zunächst fünfjährige Förderung bewerben. Erforderlich hierfür sind verbindliche Voranmeldungen bis 21. März [weitere Informationen]

 

  • Das Bundesinstitut für Arzneimitteln und Medizinprodukte (BfArM) hat angekündigt, den Kreis der Nutzungsberechtigten für die Daten des Forschungsdatenzentrums (FDZ) Gesundheit auszuweiten und nach einer grundlegenden Neustrukturierung des FDZ ab Herbst 2022 entsprechende Anträge auf Datennutzung bereitzustellen. Die Organisation des Arbeitskreises der Nutzungsberechtigten soll die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) übernehmen [weitere Informationen]

 

  • Die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) hat ein Handbuch zu KI und Meinungsfreiheit veröffentlicht und ihren 57 Mitgliedstaaten als Richtschnur beim Einsatz von digitalen Technologien, inklusive Automatisierung und KI empfohlen. Damit versucht sie sicherzustellen, dass Online-Informationsräume im Einklang mit den Menschenrechten stehen und formuliert Empfehlungen nicht nur zur Regulierung einer vertrauenswürdigen KI, sondern auch zu Fragen des Datenzugangs und zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer:innen [weitere Informationen]

 

  • Das gemeinnützige Dienstleistungsunternehmen „OurResearch hat die kostenlose Metadatenbank „OpenAlex” entwickelt, die mehr als 200 Mio. wissenschaftliche Dokumente mit Angaben zu Publikationsquellen, Autor:innen und Forschungsthemen katalogisiert und Verbindungen darstellt. Sie soll den kürzlich geschlossenen „Microsoft Academic Graph“ (MAG) ersetzen und enthält dessen Datensätze sowie eine Vielzahl weiterer Quellen, die permanent aktualisiert werden. Das Tool wird frei verfügbar zur Weiterverwendung bereitgestellt und für Februar eine optimierte Schnittstelle angekündigt [weitere Informationen]

 

  • Das Projekt FAIRsFAIR hat einen neuen Proof-of-concept-Browser für Trainingsmaterialien entwickelt, die mit der term4FAIRskills-Terminologie annotiert wurden und stellt ihn ab sofort zur Verwendung und Erweiterung zur Verfügung [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

  • Die „Liga Europäischer Forschungsuniversitäten“ (LERU) hat ein Positionspapier als Beitrag zur geplanten EU -Reform der Forschungsbewertung vorgestellt (s. Info Ticker No. 01). Darin präsentiert sie anhand von Beispielen ihrer Mitgliedsuniversitäten drei alternative Bewertungsperspektiven – mehrdimensional, entwicklungsbezogen oder kontextbezogen – und gibt Empfehlungen u.a. für politische Entscheidungsträger und Geldgeber. Das Thema wird voraussichtlich auch Gegenstand der „Paris Open Science Conference“ Ende dieser Woche sein [weitere Informationen]

 

  • Das neue Hochschulgesetz in Schleswig-Holstein sieht neben einer Innovationsklausel zur Erprobung neuartiger Hochschulstrukturen u.a. vor, den Themenbereich Digitalisierung inkl. IT-Sicherheit in die Struktur- und Entwicklungspläne der Hochschulen aufzunehmen und Digitalisierung als Querschnittsthema in der Lehre zu verankern [weitere Informationen]

 

  • Das SZ-Institut der Süddeutschen Zeitung und das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation(bidt) veröffentlichen im ersten "bidt-SZ-Digitalbarometer die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Angaben bzw. Selbsteinschätzungen zu Nutzungsverhalten, digitalen Kompetenzen, digitaler Transformation der Arbeitswelt, E-Government und Künstlicher Intelligenz. Dabei stellen die Autor:innen v.a. eine gesellschaftliche Kluft im Bereich von digitalen Kompetenzen sowie einem erhöhten Bedarf an Fortbildungsangeboten in der Arbeitswelt fest und formulieren weiterführende Handlungsempfehlungen. Weitere Auswertungen sind vorgesehen [weitere Informationen]

 

 

  • Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat als Diskussionspapier eine Checkliste zu Digitalisierungsstrategien auf Fachbereichsebene veröffentlicht, mit der Dekanate anhand von 12 Handlungsfeldern mögliche Handlungsbedarfe für Studium und Lehre aufdecken können [weitere Informationen]

 

  • Das HFD plant außerdem, erstmals einen Monitor zur Stand der Digitalisierung an deutschen Hochschulen zu erstellen und bittet um Einreichung entsprechender Konzepte bis 18. Februar über das CHE Centrum für Hochschulentwicklung [weitere Informationen]

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Am Cyber Valley Campus Tübingen wurde der Aufbau des europaweit ersten ELLIS-Instituts (Europäisches Laboratorium für Lernen und Intelligente Systeme) Die Gründung wird durch das Land Baden-Württemberg, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS), die Universität Tübingen und die Hector-Stiftung unterstützt und soll ausgewählten internationalen Spitzenforscher:innen – in der Regel für sechs Jahre – u.a. über ein Fellowship-Programm größtmögliche Freiheiten und attraktive Rahmenbedingungen bei der Erforschung von neuen Ansätzen zu KI bieten. Das Vorhaben wird über zehn Jahre durch die Hector Stiftung mit insgesamt 100 Mio. Euro sowie durch das Land mit 25 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

  • Die Initiative „Munich Quantum Valley“ hat sich mit der Eintragung als Verein MQV e.V. auch offiziell konstituiert (s. Info Ticker No. 01). Hauptziel ist der Aufbau eines „Zentrums für Quantencomputing und Quantentechnologie“ (ZQQ) in den nächsten fünf Jahren. Das Vorhaben wird aus Mitteln der Hightech Agenda Bayern im Umfang von 300 Mio. Euro sowie zusätzlich eingeworbenen Bundesmitteln von bisher 80 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

  • Mitglieder der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben als Ergebnis einer Studie zu Ressourcenaufwand und Erfolgsaussichten bei aktuellen Förderprogrammen Kritik am System der Drittmittelvergabe geäußert und dies mit Verbesserungsvorschlägen verbunden. Außerdem stellen sie ein Online-Tool zur Verfügung, mit dem Interessierte ermitteln können, ob eine Antragstellung erfolgsversprechend ist [weitere Informationen]

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Das Nachrichtenunternehmen Quartz berichtet über eine Analyse der Royal Society, wonach Forschende des globalen Südens vielschichtige und strukturelle Nachteile durch die Veröffentlichungspraxis von westlichen Wissenschaftsverlagen erleben, die sich während der Pandemie noch verschärft haben [weitere Informationen]

 

Recht

  • Die Gesellschaft für Informatik (GI) hat ein Arbeitspapier zum geplantenGesetz über Künstliche Intelligenz“ (AI Act) der Europäischen Kommission veröffentlicht. Darin werden in drei Beiträgen die Anforderungen des Gesetzesentwurfs mit Blick auf die Arbeitswelt, auf Verantwortlichkeiten im Umgang mit KI sowie Prüfmethoden für Hochrisiko-KI analysiert und zum Teil erhebliche Schwachstellen sowie mögliche Änderungen aufgezeigt [weitere Informationen]

 

  • Die US-Regierung drängt laut einem Bericht im Online-Magazin Politico auf Änderungen im geplanten europäischen Digitale Märkte-Gesetz (Digital Markets Act; DMA), weil sie darin einseitige Benachteiligungen und zu hohe Strafen für US-amerikanische Unternehmen sieht [weitere Informationen]

 

 

Technische Neuerungen

  • Das Kompetenzzentrum Öffentliche Informationstechnologie (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hat ein Whitepaper zum Thema Quantencomputing und Quantenkommunikation (Quanten-IKT) als Ergänzung zu klassischer IKT veröffentlicht. Es liefert einen Überblick über aktuelle und zukünftige Anwendungsfelder von Quanten –IKT sowie die derzeitige Wettbewerbssituation, identifiziert Herausforderungen bei der Gestaltung und gibt Handlungsempfehlungen [weitere Informationen]

 

 

 Wirtschaft

  • Die Stiftung Swiss Digital Initiative (SDI) hat zusammen mit einem Team der Eidgenössischen Technische Hochschule Lausanne (EPFL) ein „Digital Trust Labelentwickelt und hierfür 35 Anforderungen zu Sicherheit, Datenschutz, Zuverlässigkeit und Fairness aus Nutzer:innenperspektive definiert. Es soll Organisationen und Unternehmen ermöglichen, nachvollziehbar für die Vertrauenswürdigkeit ihrer digitalen Dienste zu werben. Die Initiative bietet das Label zur weltweiten Nutzung an [weitere Informationen]

  

Veranstaltungen

  • „Forschungsdatenmanagement ist ein Team-Marathon, kein Sprint. Eine Einführung“ Webinar (04.02.) [weitere Informationen]
  • „Ethik der Digitalisierung“ (online; 07.02.) [weitere Informationen]
  • „NFDI InfraTalk with NFDI4Health: Data quality in the NFDI. Can there be a common basis?” (online; 07.02.) [weitere Informationen]
  • „Europe 2022; Towards A Competitive Europe“ (online; 07.-08.02.) [weitere Informationen]
  • „Künstliche Intelligenz, Roboter und Empathie” (online; 08.02.) [weitere Informationen]
  • „Möglichkeiten computergestützter Auswertung von historischen Korrespondenzen“ (Heidelberg und online; 09.-10.02.) [weitere Informationen]
  • „FAIRMAT Tutorial on Managing Data” (online; 09.-10.02.) [weitere Informationen]
  • „Wir wollen mehr Open Access wagen! – Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft“ Online-Workshop (09.02.) [weitere Informationen]
  • „Great Expectations: What Research Expects from Platforms and Platforms from Research” (online; 10.02.) [weitere Informationen]
  •  “Monitoring EOSC readiness: FAIR Data Policies” (online; 17.02.) [weitere Informationen]
  • “Datenschutz bei der Datenerhebung in der Forschung“ Online-Workshop (17.02.) [weitere Informationen]

 

 

Tagungsberichte

 

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

Wenn Sie den RfII Info Ticker abonnieren möchten, können Sie sich über die RfII-Homepage für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter.

 

Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) auf dem SharePoint archiviert. Für Fragen und Anregungen wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle: info@rfii.de

 


No. 03

No. 03, 26.01.2022

 Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die Europäische Kommission hat heute den Entwurf einer „Erklärung zu den digitalen Rechten und Grundsätzen für die digitale Dekade“ veröffentlicht, der als Referenzrahmen für die Bevölkerung sowie als Richtschnur für Unternehmen und politische Entscheidungsträger in der EU im Umgang mit neuen Technologien dienen soll. Er stellt darin die zentrale Rolle der Menschen und ihrer Rechte sowie u.a. die Sicherstellung der Wahlfreiheit im Internet, die Förderung der Teilhabe in digitalen öffentlichen Raum und der Verbesserung der Handlungskompetenz der Einzelnen sowie die Förderung der Nachhaltigkeit der digitalen Zukunft heraus. Das Europäische Parlament und der Rat werden gebeten, bis zum Sommer die Erklärung „auf höchster Ebene zu billigen“ (zum Hintergrund Info Ticker No. 37) [weitere Informationen]

 

  • COAR (Confederation of Open Access Repositories), der Universitätsverbund CESAER und der europäischen Bibliotheksverbund LIBER haben die Europäische Kommission in einer gemeinsamen Stellungnahme aufgefordert, universitäre und forschungsbezogene Repositorien sowie entsprechende Infrastrukturen vom Rechtsrahmen der geplanten digitalpolitischen Rechtsakte auszunehmen. Sie befürchten andernfalls Kollateralschäden für den Bildungs- und Forschungssektor und schlagen stattdessen u.a. einen verbindlichen spezifischen Rechtsrahmen zum Schutz wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien etwa durch einen „European Digital Knowledge Act“ vor [weitere Informationen]

 

  • Die Innovative Health Initiative (IHI) sucht als Teil einer europäischen Public-Private Partnerschaft (PPP) der Europäischen Union und der europäischen Life-Science-Industrien Personen, die in ihrem Wissenschafts- und Innovation Panel (SIP) als Vertretungen der Wissenschaft und des Gesundheitswesens im weiteren Sinne tätig werden wollen, um an der Gestaltung von Prioritäten und Ausschreibungen mitzuwirken [weitere Informationen]

 

 

Bildung & Hochschulen

  • An der FernUniversität Hagen soll zukünftig das Forschungsinstitut „Arbeit – Bildung – Digitalisierung“ angesiedelt und so das Konzept der „Open University“ fortgeführt Das neue Institut beschäftigt sich insbesondere mit den digitalen Transformationen in der Arbeitswelt und erarbeitet Programme zur Kompetenzvermittlung und Teilhabe am digitalen Wandel im Rahmen von Lebenslangem Lernen. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ausbau für die nächsten drei Jahre mit 4,4 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

 

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Der Wissenschaftsrat hat am Montag seine „Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access“ vorgestellt. Darin plädiert er dafür, „Golden Open Access“ auf Basis der „Version of Record“ (zitierfähige, begutachtete und gesetzte Fassung) als Standard in Kombination mit verschiedenen Geschäftsmodellen (inkl. Diamond OA) einzuführen. Weitere Kernaussagen gelten u.a. der Änderung der Finanzströme und (vollständigen) Übernahme der Publikationskosten in die Forschungsfinanzierung sowie neuen Rollen für Verlage und Bibliotheken. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen wird um weiterführende Definitionen u.a. zur Qualitätssicherung gebeten und insbesondere den Hochschulleitungen wird eine strategische Leitungsfunktion bei der Transformation zuerkannt [weitere Informationen]

 

  • Außerdem hat der Wissenschaftsrat neben anderen Ergebnissen seiner Wintersitzung ein Positionspapier zu „Problemen und Perspektiven des Hochschulbaus 2030“ veröffentlicht. Darin spricht er sich nachdrücklich für eine Stärkung des Hochschulbaus aus, nicht nur angesichts eines massiven Sanierungsstaus, sondern auch wegen der strategischen Relevanz der (auch digitalen) Infrastruktur und der Bedeutung von Hochschulen für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Insgesamt formuliert er 12 Positionen zur Stärkung des Hochschulbaus, für eine effizientere Ausgestaltung der Organisation des Hochschulbaus (u.a. durch Einbindung der Nutzer:innen) und eine bedarfsgerechte Finanzierung [weitere Informationen]

 

  • In seinem aktuellen Arbeitsprogramm kündigt der Wissenschaftsrat außerdem die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu „Souveränität und Sicherheit der Wissenschaft im Digitalen Raum“ an, deren Ergebnisse im nächsten Jahr vorgelegt werden sollen [weitere Informationen]

 

  • In Baden-Württemberg hat ein Programm zur Erforschung von Quantentechnologien mit zehn ausgewählten Projektpartnern begonnen, das v.a. der wissenschaftlichen Vernetzung und Unterstützung von einschlägigen Forscher:innen und ihrer Arbeit dienen soll. Das Programm wird vom Kompetenznetzwerk Quantentechnologie Baden-Württemberg begleitet und von der Stiftung Baden-Württemberg mit insgesamt 5 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

  • Im Rahmen einer deutsch-französischen Kooperation haben beide Staaten in Zug eines Wettbewerbs vier Projekte ausgewählt, mit denen 5G-Campusnetzwerke gefördert werden sollen. Beteiligt daran sind 16 deutsche und 14 französische Partner, (u.a. mehrere Fraunhofer- Institute und die TU Berlin und Dresden). Zwei Projekte planen einen drahtlos vernetzten Operationssaal, während sich ein drittes mit dem Aufbau von Campusnetzen mit Open Source befasst. Ziel der Kooperation ist neben der Bereitstellung von 5G-Netzen die Förderung der europäischen Souveränität. Die Vorhaben werden mit zusammen 17,7 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Der Wiley-Verlag hat zusammen mit der Betreibergesellschaft des DEAL-Projekts, MPDL Services, ein White Paper zum Impact von Open Access in Deutschland in den Jahren 2019 und 2020 veröffentlicht. Demnach haben sich u.a. 93 Prozent der Autor:innen aus deutschen Einrichtungen, die in Wileys Hybrid-Zeitschriften veröffentlicht haben, für Open Access entschieden und die Gesamtzahl der Open Access-Publikationen in hybriden Zeitschriften ist in 2020 auf mehr als 10.000 Artikel aus Deutschland gestiegen [weitere Informationen]

 

 

Recht

  • Das Europäische Parlament hat am Donnerstag mit großer Mehrheit eine gemeinsame Position zum geplanten Digital Services Act (Digitale Dienste-Gesetz; DSA) verabschiedet und dabei den Änderungsvorschlag des federführenden Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO) weitgehend angenommen (s. Info Ticker No. 48). Weitere Änderungen ergaben sich u.a. noch zum Schutz der Grundrechte und zur Möglichkeit der anonymen Nutzung und Bezahlung von digitalen Diensten. Die Trilogverhandlungen mit der EU-Kommission und dem EU-Ministerrat sollen am 31. Januar beginnen [weitere Informationen]

 

  • Auch in den USA wird mit dem „Banning Surveillance Advertising Act“ über einen Vorschlag zur Regulierung von personalisierter Online-Werbung bzw. Datennutzung beraten [weitere Informationen]

 

  • Die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) hat zwei neue Berichte veröffentlicht, darunter eine Studie zu Self-Sovereign-Identities (SSI), in der die aktuelle technologische Landschaft der SSI und bestehende eID-Lösungen dargestellt werden. Außerdem werden u.a. Sicherheitsrisiken und Chancen von SSI aufgezeigt und weiterführende Handlungsempfehlungen vor dem Hintergrund der europäischen eIDAS-Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste formuliert [weitere Informationen]

 

 

Technische Neuerungen

  • Unter Leitung der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und für Integrierte Schaltungen IIS entwickelt ein Forschungskonsortium aus zehn namenhaften Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Medienbranche im EU-Projekt "OpenGPT-X“ ein KI-Sprachmodell für Europa. Die intelligente Sprachanwendung soll zukünftig in drei GAIA-X Domänen zur Verfügung gestellt werden und so europäischen Unternehmen, v.a. KMU, bei der Wahrung ihrer Datensouveränität unterstützen. Das Projekt wird mit 14,9 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert [weitere Informationen]

 

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Die Bundesregierung hat das Programm für ihre G7-Präsidentschaft mit dem Titel „Fortschritt für eine gerechte Welt“ veröffentlicht. Darin sind fünf Themenschwerpunkte vorgesehen, u.a. Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Stabilität und Transformation sowie „Starkes Miteinander“. Hierzu zählt sie u.a. den Einsatz für ein sicheres Internet und die Beförderung eines „sicheren und zuverlässigen grenzüberschreitenden Datenaustausch[s]“ sowie die Verständigung über eine internationale Zusammenarbeit für eine „globale, digitale Ordnung“ [weitere Informationen]

 

  • In einem Sonderbericht zum Stand der 5G-Einführung in Europa stellt der Europäischen Rechnungshof fest, dass bei 16 EU Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, nur eine mittlere Wahrscheinlichkeit besteht, die vereinbarten Ziele bis 2025 zu erreichen. Damit sieht der Rechnungshof auch Risiken für die europaweite Cybersicherheit verbunden und mahnt dringend eine bessere Informationspolitik und einen abgestimmten Umgang mit sog. „Hochrisikoanbietern“ an [weitere Informationen]

 

  • Im Vorfeld der Trilog-Verhandlungen zur Novelle der EU-Netz- und IT-Sicherheitsrichtlinie (NIS2) (s. Info Ticker No. 49) fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einer Stellungnahme, u.a. auch die öffentliche Verwaltung in die Sicherheitsanforderungen einzubeziehen und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht zu überfordern [weitere Informationen]

 

E-Government

  • Letzte Woche ist die „Ministerverordnung zur Gewährleistung der IT-Sicherheit der im Portalverbund genutzten IT-Komponenten (ITSiV-PV)“ des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) in Kraft getreten. Damit wurden nach einer intensiven Abstimmungsphase die Sicherheitsstandards festgelegt, die im Zuge der Umsetzung des OZG die einheitliche und sichere Bereitstellung von Verwaltungsdienstleistungen über den gemeinsamen Portalverbund inklusive der IT-Komponenten gewährleisten sollen [weitere Informationen]

 

  • Die Hertie School of Business hat zusammen mit Forschenden der Leuphana Universität Lüneburg einen Bericht über die realisierten Vorschläge des Hackathons „Update Deutschland“ veröffentlicht, in dem Nutzen und Herausforderungen der „Open Social Innovation“ (OSI) v.a. für Verwaltungen sowie die Methode selbst vorgestellt werden. So wurde z.B. in Hamburg aufgrund eines Vorschlags die Logik von Förderanträgen angepasst. Die detaillierten Ergebnisse werden am 31. Januar vorgestellt [weitere Informationen]

 

 

 Veranstaltungen

  • „bidt Perspektiven: Das bidt-SZ-Digitalbarometer — Wie digital ist Deutschland?” (online; 31.01.) [weitere Informationen]
  • „Ich stimme zu – Warum Einwilligung im Netz keine individuelle Entscheidung mehr ist“ (online; 08.02.) [weitere Informationen]
  • “The Charité Dashboard on Responsible and Open Research” Online-Seminar (16.02.) [weitere Informationen]
  • “fdm.nrw in a nutshell“ Symposium (online; 17.02.) [weitere Informationen]
  • „Was bedeutet Open Science für das künftige Geschäftsmodell von Bibliotheken?“ (online; 17.02.) [weitere Informationen]
  • „How to achieve green sustainability goals for the Data Center Industry” (online; 22.02.) [weitere Informationen]
  • “Was kann Künstliche Intelligenz (KI) und warum sind strukturierte Daten dafür wichtig?“ (online; 23.02.) [weitere Informationen]
  • “Research Data Management (not only) for Music Librarians” (online; 25.02.) [weitere Informationen]

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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N0. 02

No. 02, 19.01.2022

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) hat einen neuen Diskussionsimpuls zur „wissenschaftlichen, wissenschaftsnahen und kulturellen Nutzbarkeit von Sammlungen“ veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Bestandsbezogene Forschung gestalten: zukunftsfähige Verschränkungen von ‚digital‘ und ‚analog‘“ steht online auf der Webseite des RfII zur Verfügung [weitere Informationen]

 

  • Die in der Konsortialversammlung des Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. vertretenen Konsortien haben eine gemeinsame Stellungnahme zu Basisdiensten in der NFDI veröffentlicht (s. Info Ticker No. 34). Darin plädieren sie für eine Auswahl der Basisdienste „gemäß dem Prinzip der besten Eignung“ in enger Anbindung an den NFDI e.V. und die Sektionen, ausreichend Zeit für die interne Abstimmung und bitten Bund und Länder um Offenheit für verschiedene Finanzierungsmodi. Konkret schlagen sie drei (kombinierbare) Optionen für die Realisierbarkeit der Basisdienste vor: 1) flexible begleitende Förderformate, 2) Aufbau über Fachkonsortien und 3) ein gemeinsam getragenes Basisdienst-Konsortium [weitere Informationen]

 

  • Das EU-Projekt „Social Sciences and Humanities Open Cloud” (SSHOC) als Teilprojekt der EOSC hat seine Plattform „SSH Open Marketplace“ offiziell freigegeben, auf der eine Vielzahl von Werkzeugen, Dienstleistungen und u.a. mehr als 5000 Datensätze für die SSH-Community bereitgestellt werden. Das Angebot zeichnet sich durch die Kontextualisierung der Inhalte und eine von der Community betriebene Kuratierung aus und wird künftig von den Infrastrukturen CESSDA, CLARIN und DARIAH betreut werden [weitere Informationen]

 

  • Die Initiative cOAlition S begrüßt in einer Stellungnahme die UNESCO- Empfehlung zu Open Science (s. Info Ticker No. 48) als bahnbrechend und macht drei weiterführende Vorschläge für ihre Umsetzung [weitere Informationen]

 

  • Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Leibniz-Institute für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und Deutsche Sammlungen von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) hat die Wege und Muster untersucht, mit denen bisher die Aufbereitung und Nutzung von Digitalen Sequenzinformationen (DSI) erfolgt sind. Dabei hat das Team einen komplexen Informationsaustausch festgestellt, der weit über eine reine Anbieter-Nutzung-Beziehung hinausgeht. Aktuell gibt es anhaltende Diskussionen, den freien Zugang zu DSI für die Wissenschaft zu beschränken (s. Info Ticker No. 28) [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

  • Die Europäische Kommission hat zwei neue Initiativen zur Stärkung des europäischen Hochschulbereichs verabschiedet. Die Mitteilung „Eine europäische Strategie für Universitäten“ sieht dabei zahlreiche Maßnahmen vor, um Hochschulen u.a. in ihrer Rolle als Schlüsselakteure im digitalen Wandel zu unterstützen. Außerdem schlägt die Kommission eine Ratsempfehlung für eine wirksame Zusammenarbeit im Hochschulbereich auf europäischer Ebene vor [weitere Informationen]

 

  • Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat einen „Kurzimpuls Transferagentur“ publiziert, in der es die Pläne der Bundesregierung für eine „Deutschen Agentur für Transfer und Innovation“ (DATI) mit zwei früheren Agenturkonzepten für das deutsche Hochschulsystem vergleicht und Anforderungen für ihre Umsetzung und Gestaltungsfragen benennt [weitere Informationen] Zur DATI hatte sich Staatssekretär Thomas Sattelberger auch im Blog von Jan-Martin Wiarda geäußert [weitere Informationen]

 

  • Die EUA untersucht im zweiten Band ihrer Publikationsreihe zum aktuellen „Open Science Survey“ (s. Info Ticker No. 01) das Thema Open Access -Maßnahmen bei Forschungspublikationen an europäischen Universitäten [weitere Informationen]

 

  • Der Stifterverband und die Dieter Schwarz Stiftung haben ein Policy Paper veröffentlicht, in dem Erfolgsfaktoren für vernetzte Innovationsorte an Hochschulen definiert werden, zu denen auch digitale Experimentierräume zählen. Die Erkenntnisse resultieren aus dem dreijährigen Förderprogramm "Innovation Hubs@Campus“, in dem 15 experimentelle Innovationsorte an Hochschulen gefördert wurden [weitere Informationen]

 

  • Die Alexander von Humboldt-Stiftung startet mit KI-Expert:innen des Humboldt-Netzwerks eine zehnteilige Podcast-ReiheKI und Wir – was Künstliche Intelligenz für unser Leben bedeutet“. Beleuchtet werden u.a. sozioökonomische, rechtliche und ethische Dimensionen von KI, wie Datenschutz, Nachhaltigkeit und die Potentiale von KI [weitere Informationen]

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Die Europäische Kommission hat einen neuen Leitfaden für den Umgang mit ausländischer Einmischung in Forschung und Innovation Ziel ist es, Hochschulen und Forschungsorganisationen dabei zu unterstützen, „grundlegende Werte, Forschungsergebnisse und geistiges Eigentum“ insbesondere im neu gestalteten Europäischen Forschungsraum zu schützen. Die Vorschläge fokussieren vier Säulen (Werte, Governance, Partnerschaften und Cybersicherheit) und sind nicht verbindlich, sollen aber eine risikobewusste, konstruktive internationale Zusammenarbeit erleichtern [weitere Informationen]

 

  • Die Europäische Kommission sucht für die Besetzung der Mission Boards für die fünf neuen EU-Missionen unter Horizont Europa jeweils fünfzehn unabhängige Fachleute u.a. aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Interessierte können sich noch bis 2. Februar bewerben [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat eine neue Förderbekanntmachung für die „Ausbau- und Erweiterungsphase der Medizininformatik-Initiative (MII)“ veröffentlicht. Nachdem sich alle deutschen Universitätskliniken der Initiative angeschlossen haben, liegt der Schwerpunkt der nächsten Phase auf einer erweiterten Zusammenarbeit und Interoperabilität untereinander sowie der Kooperation mit externen Akteuren und der Verdeutlichung des Mehrwerts durch übergreifende Best Cases. Konkret sind zur Umsetzung drei Module mit spezifischen Fördervoraussetzungen vorgesehen. Projektskizzen können bis 31. März eingereicht werden [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat eine weitere Förderbekanntmachung für Projekte zum Thema „Demonstrations- und Transfernetzwerk KI in der Produktion (ProKI-Netz)“ veröffentlicht, mit dem u.a. Entwicklungsergebnisse zum KI-Einsatz in der Produktion, die an Hochschulen bereits vorliegen, zur Umsetzung verholfen werden soll. Hierfür sollen mehrere KI-Demonstrations- und Transferzentren und eine Koordinierungsstelle gefördert werden. Einzelne Hochschulen können Projektskizzen bis 28. Februar einreichen [weitere Informationen]

 

  • Die DFG fördert den Ausbau der drei Fachinformationsdienste (FID) Geschichtswissenschaft, Altertumswissenschaften-Propyläum und Ost., Ostmittel- und Südosteuropa an der Bayerischen Staatsbibliothek mit 8,6 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

Bibliotheken & Publikationssystem

 

  • Die Hochschule der Medien (HDM) Stuttgart bietet als erste Hochschule in Deutschland ein „Certificate of Advanced Studies“ (CAS) im Bibliothekssektor an [weitere Informationen]

 

Technische Neuerungen

  • Am Forschungszentrum Jülich wurde am Montag feierlich der neue D-Wave-Quantencomputer eingeweiht, der als sog. „Quantenannealer“ mehr als 5.000 Qubit unterstützt und damit einer der leistungsstärksten in Europa und Teil der Jülicher Nutzerinfrastruktur für Quantencomputing (JUNIQ) ist. Um damit Wissenstransfer und eine nationale Quantencomputing-Souveränität zu fördern, wird der Aufbau von JUNIQ vom Land Nordrhein-Westfalen und dem BMBF mit zusammen 10 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

E-Government

  • Fünf weitere Bundesländer haben sich der „Absichtserklärung zur Stärkung der Digitalen Souveränität und zur gemeinsamen Erarbeitung des Souveränen Arbeitsplatzes“ (s. Info Ticker No. 45) angeschlossen. Damit verfolgen nun 14 Bundesländer zusammen das Ziel, die Abhängigkeit der öffentlichen Verwaltung von proprietären Software-Angeboten zugunsten alternativer IT-Lösungen zu reduzieren [weitere Informationen]

 

Veranstaltungen

  • „Jahresauftakt eco net Talk #1 mit Bundesdigitalminister Volker Wissing” (online; 25.01.) [weitere Informationen]
  • „Workshop: Designing EOSC training programmes for institutions” (online; 26.01.) [weitere Informationen]
  • “EU-Datenstrategie – Welche Auswirkungen ergeben sich für den Datenschutz?“ (online; 27.01.) [weitere Informationen]
  • “Die Digitale Brieftasche in der EU: Datenschutz-Albtraum oder Meilenstein für die Gestaltung der digitalen Zukunft Europas?“ (online; 28.01.) [weitere Informationen]
  •  “EOSC Future: Monthly ‘Ask me Anything-Webinars’: Data Storage” (01.02.) [weitere Informationen]
  • “An effective Digital Markets Act – What balance will achieve certainty for all stakeholders?” (online; 02.02.) [weitere Informationen]
  • „Paris Open Science European Conference (OSEC)“ (Paris und online; 04.-05.02.) [weitere Informationen]
  • “Künstliche Intelligenz, Roboter und Empathie” (online; 08.02.) [weitere Informationen]
  • „Horizon Europe: The first assessment“ (online; 08.-09.02.) [weitere Informationen]
  • „Visualization of geospatial data with GRO.geomapper” (online; 15.02.) [weitere Informationen]
  • “Open Science Retreat: Sustainable and reliable Open Science Infrastructures and Tools” (online; 15.-16.02.; Anmeldung bis 28.01.) [weitere Informationen]

 

Tagungsberichte

  • „OpenAIRE Workshop on Open Science – Monitoring and Indicators” [weitere Informationen]
  • „KI Lectures an der LMU: Ethische Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“ [weitere Informationen]
  • „NFDI ToolTalk: A-Match: Facilitating the exchange of data between different applications via API matching” Aufzeichnung [weitere Informationen]

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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No. 01

No. 01, 12.01.2022

 

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

 

  • Sechs führende europäische Forschungseinrichtungena. die Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft – haben im Rahmen ihres Zusammenschlusses „G6“ ein Statement zu ihrem gemeinsamen Verständnis von Open Science veröffentlicht und darin sechs Prioritäten formuliert, u.a. zur Anwendung der Open Science-Grundsätze auch auf Forschungssoftware, zur Entwicklung neuer Verfahren der Forschungsbewertung und zu entsprechenden Qualifizierungsprozessen und Forschungsinfrastrukturen auf europäischer und internationaler Ebene [weitere Informationen]

 

  • Das Projekt „FAIRsFAIRhat ein Weißbuch für eineFAIR EOSC erstellt und darin Empfehlungen für die EOSC-Partnerschaft und die Task Forces der EOSC-Association formuliert, die u.a. drei Prioritäten umfassen: FAIR by Design, Nachhaltigkeit der Komponenten („federated data layer“) und einen strategischen Ausbildungsansatz. Außerdem werden Instrumente für die Abstimmung entsprechender Aktivitäten angeboten und darauf hingewiesen, dass die Einbindung einer Vielzahl unterschiedlicher Stakeholder erforderlich ist [weitere Informationen]

 

  • Das ZBW – Leibniz-Zentrum Wirtschaft hat seine Gesamtstrategie für die Jahre 2022-2026 veröffentlicht. Darin werden vier „strategische“ Prioritäten definiert (Digitalisierung einordnen, erforschen, gestalten und zur Digitalisierung befähigen), die angesichts der Auswirkungen der Digitalisierung auf wissenschaftliche Forschungs- und Publikationsprozesse sowie den damit verbundenen Innovationen in den Wirtschaftswissenschaften in verzahnter Form umgesetzt werden sollen [weitere Informationen]

 

  • Das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur hat sein ForschungsdatenrepositoriumRADAR um eine lokale Betriebsvariante erweitert. Dies ermöglicht es Forschungseinrichtungen, individuelle datenschutzbezogene Vorgaben einzuhalten, da die Forschungsdaten in der internen Infrastruktur Durch die lokale Implementierung ist es z.B. der Universität Konstanz möglich, eine eigene Plattform („KonDATA“) zu betreiben und somit ihr Open Science-Konzept zu stärken [weitere Informationen]

 

  • Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschunghat eine Studie zur Nachhaltigkeit von KI-Systemen veröffentlicht. Darin wird eine Analyse entlang des KI-Lebenszyklus vorgenommen, die neben der ökologischen Nachhaltigkeit auch Aspekte wie Datenmodelle, Transparenz und Datenschutz umfasst. Ein „Kriterien- und Indikatorenset“ soll die Bewertung der Nachhaltigkeit von KI-Systemen ermöglichen und Orientierung bei der Verbesserung von KI-Systemen aber auch bei KI-bezogenen Gesetzesvorhaben bieten [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

 

  • Die European University Association EUA hat einen Bericht zum Stellenwert von Open Science in den Bewertungsgrundsätzen von europäischen Universitäten Sie veröffentlicht ihn als Teil einer dreiteiligen Publikationsreihe zu den Ergebnissen des „EUA Open Science Survey 2020-21“ (s. Info Ticker No. 26). Zwei Berichte zu Open Access in Forschungspublikationen und Forschungsdaten sollen noch in diesem Jahr folgen [weitere Informationen]

 

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat diese Woche die Auswahlergebnisse der „Starting Grants 2021“ Demnach erhalten insgesamt 397 Vorhaben von Forschenden aus 45 Nationen eine Förderung im Umfang von zusammen 619 Mio. Euro. Mit 72 Förderungen sind deutsche Forschende erneut Spitzenreiter. Nach derzeitigem Stand müssen Ausgewählte aus der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ihre Forschungen in ein EU-Land verlegen [weitere Informationen]

 

  • Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember eine aktualisierte Fassung ihres Arbeitsprogramms zum Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ für 2021-2022 veröffentlicht und das Gesamtbudget auf 15,4 Milliarden Euro angehoben. Die Aktualisierungen betreffen u.a. die Unterprogramme zu Forschungsinfrastrukturen und zur Teilnahme am Europäischen Forschungsraum. Am 18.und 19. Januar werden hierzu offizielle Informationsveranstaltungen angeboten [weitere Informationen]

 

  • Außerdem hat die Europäische Kommission den 2021 EU Industrial R&D Investment Scoreboardveröffentlicht, der die weltweit führenden Industrieunternehmen aus 39 Ländern mit Blick auf ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) analysiert, um einen Vergleich zur Situation in der EU zu ermöglichen. Demnach haben die Unternehmen in Europa im Jahr 2020 trotz steigender Investitionen weltweit ihre Investitionen erstmals gesenkt (um 2,2 Prozent), wobei die Bereiche Gesundheit und IKT deutliche Steigerungen aufwiesen [weitere Informationen]

 

  • Die Europäische Kommission bereitet einen Zusammenschluss („coalition“) zur Reform der Forschungsbewertung im Europäischen Forschungsraum (ERA) vor. Interessenbekundungen konnten bereits bis 10. Januar eingereicht werden, interessierte Einrichtungen sind aber auch darüber hinaus zur Teilnahme eingeladen [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat eine Förderbekanntmachung zu „Computational Life Sciences – KI-Methoden für die Systemmedizin“ veröffentlicht. Gefördert werden interdisziplinäre Verbundprojekte zur Methodenentwicklung, in denen durch geeignete KI-Algorithmen der Stand der Technik in der systemmedizinischen Datenanalyse entscheidend vorangebracht wird. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können im zweistufigen Verfahren bis 23. März 2022 ihre Projektskizzen einreichen [weitere Informationen]

 

  • Das Land Baden-Württemberg hat für den Ausbau des Innovationscampus „Cyber Valley“ am Standort Tübingen bis zu 180 Mio. Euro bewilligt. Der „Cyber-Valley- Campus“ ist Teil der KI-Strategie des Landes und soll als führender Forschungsstandort im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Maschinelles Lernen, Computer Vision und Robotik aufgebaut werden [weitere Informationen]

 

  • Science│Business hat eine Umfrage zu den bisherigen Erfahrungen mit dem Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ gestartet. Die Ergebnisse sollen in anonymisierter Form der EU-Kommission vorlegt werden [weitere Informationen]

 

 

Recht

 

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaforschung (BMWK) hat für das IPCEI Mikroelektronik II („Important Project of Common European Interest“) 32 Vorhaben aus dem Themenfeld Halbleiterproduktion bzw. Chipdesign mit einem Gesamtfördervolumen von rund 10 Milliarden Euro ausgewählt und der Europäischen Kommission zur Förderung vorgeschlagen. Insgesamt haben sich 20 EU-Mitgliedstaaten mit rund 90 Unternehmen für dieses Förderformat beworben [weitere Informationen]

 

  • Mitte Dezember wurde die „European Alliance for Industrial Data, Edge and Cloudoffiziell gestartet, die als Teil der europäischen Datenstrategie von der Europäischen Kommission gefördert wird. Durch den Zusammenschluss von zunächst 39 Mitgliedern soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Cloud- und Edge-Technologien gestärkt werden, u.a. durch eine Verständigung über Technologien, die zur Stärkung der digitalen Souveränität für notwendig erachtet werden und die Ausarbeitung eines gemeinsamen Investitionsplans. Außerdem soll die Allianz in diesem Jahr an der Ausarbeitung von Cloud-Regularien mitwirken. Interessierte Organisationen und Einrichtungen können sich weiterhin bewerben [weitere Informationen]

 

E-Government

  • Der Stifterverband und McKinsey haben ein Diskussionspapierzum Thema Fort- und Weiterbildung in der Verwaltung u.a. in Bezug auf den Bereich Digitalisierung veröffentlicht. Sie fordern angesichts eines hohen Bedarfs an Zukunftskompetenzen einen Strukturwandel bei Weiterbildungskonzepten der öffentlichen Verwaltung. Zu ihren Handlungsempfehlungen zählt u.a. eine Einbindung der Hochschulen und der Hinweis auf das von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) geplante Weiterbildungsportal, das alle Weiterbildungsangebote an deutschen Hochschulen umfassen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll [weitere Informationen]

 

  • Das Land Niedersachsen hat zum Jahresbeginn die Verwaltungsplattform „Kommunity gestartet und stellt damit seinen rund 440 Kommunen ein Informations- und Beratungsnetzwerk zur Verfügung, um sich über Fragen und Fortschritte oder auch Schwierigkeiten bei der Digitalisierung austauschen zu können. Die Maßnahme soll im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG) den Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger verbessern [weitere Informationen]

 

 

Veranstaltungen

  • „Zentrale Bildungsmesse für weiterbildende und berufsbegleitende Angebote“ (online; 14.01.) [weitere Informationen]
  • „NFDI Infra Talk: Data Dessimination: Web Findability and Open Data Format” (online; 17.01.) [weitere Informationen]
  • „Ein QUANTum Hoffnung? Was können Supercomputer wirklich leisten“ (online; 18.01.) [weitere Informationen]
  • „KI und Regulierung – Der Vorschlag der EU-Kommission zur Regulierung der KI“ (online; 18.01.) [weitere Informationen]
  • „Strategien der Verhinderung. Der Zugang zu Archivalien in Frankreich und Deutschland im internationalen Vergleich“ ( 18.-19.01.) [weitere Informationen]
  • „High Level Panel on Future Data Space” (online; 19.01.) [weitere Informationen]
  • „Schnittstellenarbeit im Zeichen von Open Education und Open Science“ (online; 20.01.; Anmeldung bis 18.01.) [weitere Informationen]
  • “OPERAS Open Chat zu europäischen Forschungsinfrastrukturen und EU-Projekten“ (online; 20.01.) [weitere Informationen]
  • „3rd ESFRI RIs – EOSC Workshop: What does EOSC bring to RI users?” (online; 25.-26.01.) [weitere Informationen]
  • „Sektoranalyse Digitale Souveränität und die Konsequenzen“ (online; 26.01.) [weitere Informationen]
  • „FAIRsFAIR 2022 - Public Session“ (online; 26.01.) [weitere Informationen

 

Tagungsberichte

„European research and innovation days“ [weitere Informationen]

“First Event of the EOSC Tripartite Governance” [weitere Informationen]

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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No. 50

 

 

*** Der RfII-Info Ticker verabschiedet sich in die Weihnachtspause und wünscht Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Jahreswechsel in ein gesundes, glückliches neues Jahr. Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich in der zweiten Januarwoche. ***

 No. 50, 15.12.2021

 Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die Initiative der Europäischen Kommission Data Europe (ehem. „European Data Portal“) hat letzte Woche den Open Data Maturity Report 2021 veröffentlicht. Hierfür wurde der Entwicklungsstand zu Open Data in den europäischen Ländern (EU-Mitgliedstaaten, EWR und EFTA-Staaten sowie assoziierte Staaten) anhand von vier „Dimensionen“ – Policy, Impact, Portal und Quality – erhoben. Der Bericht enthält neben einer Auswertung von Trends, Best-Practice-Beispielen und der Gesamtübersicht mit -karte u.a. auch ausführliche Länderbewertungen. Darin liegt Deutschland mit 89% zwar über dem europäischen Durchschnitt (81%), ist aber auf Platz 15 zurückgefallen [weitere Informationen]

 

  • Die Fraunhofer Gesellschaft und das niederländische Forschungszentrum QuTech (ein Zusammenschluss der TU Delft und der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaften TNO) haben eine langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung des Quanteninternets und zum Wissenstransfer vereinbart. Ziel ist die Errichtung eines multinationalen Quantennetzwerks in der EU, das Industrie und Wissenschaft als Testumgebung zur Verfügung gestellt werden soll [weitere Informationen]

 

  • Im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) starten mit Förderung des BMBF sechs neue Verbundprojekte, die „Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit“. Damit kann künftig auch der niedergelassene Sektor in die Bemühungen um die Datenverfügbarkeit und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der Gesundheitsversorgung eingebunden werden [weitere Informationen]

 

  • Das NFDI-Konsortium NFDI4Ing hat eine Ausschreibung zu Seed Funds veröffentlicht. Hiermit sollen Wissenschaftler:innen aller ingenieurwissenschaftlichen Forschungsbereiche bei der Umsetzung innovativer Ideen im Forschungsdatenmanagement unterstützt werden. Pro Kalenderjahr können Mittel in Höhe einer Doktorand: innen-Vollzeitstelle (max. 66.300 Euro) beantragt werden. Die Einreichungsfrist für Anträge läuft noch bis 15. Februar 2022 [weitere Informationen]

 

  • Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften untersuchen im Projekt „DataStew – Data Stewardship in deutschen akademischen Forschungsinstitutionen“die Anforderungen an zukünftige Data Stewards. Dabei sollen auf Basis einer Analyse zum Sachstand – u.a. vor dem Hintergrund der NFDI – konkrete Handlungsempfehlungen sowohl an die Wissenschaftspolitik als auch an Forschungsinstitutionen abgeleitet werden [weitere Informationen]

 

  • Eine Unterarbeitsgruppe der DINI/ nestor-AG Forschungsdaten hat das Train-the-Trainer-Konzept zum Thema Forschungsdatenmanagement in einer ergänzten und aktualisierten Fassung veröffentlicht [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

  • Die DFG hat heute Informationen zur zweiten Wettbewerbsphase der Exzellenzstrategie veröffentlicht, darunter die Empfehlungen der Expertenrunde zum Zeitplan (ab Dezember 2022) und zu weiteren Rahmenbedingungen. Diese stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass die GWK im kommenden Herbst über die weitere Entwicklung des Förderprogramms beschließen kann [weitere Informationen]

 

  • Der Zusammenschluss der forschungsintensiven Universitäten in Europa „The Guild“ hat eine Stellungnahme zu den Planungen der EU für ein Gesetz zur Künstlichen Intelligenz (AI Act) veröffentlicht. Die Autor:innen äußern sich darin besorgt über mögliche daraus resultierende Belastungen für Wissenschaft und Wissenschaftler:innen und formulieren mehrere konkrete Empfehlungen, verbunden mit der Aufforderung an die Europäische Kommission, Wissenschaftler:innen am künftigen Verhandlungsprozess zu beteiligen [weitere Informationen]

 

  • DerStifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung haben dasHochschul-Barometer 2021 mit den diesjährigen Einschätzungen und Erwartungen der Hochschulleitungen veröffentlicht. Demnach befindet sich die Stimmung auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Zu den Themen der Erhebung gehörten u.a. die Infrastrukturen für Forschung und Lehre, die Situation der Hochschulen in der Pandemie, die neue Stiftung Innovation in der Hochschullehre und die Auswirkungen des Brexit auf die deutsche Forschungs- und Hochschullandschaft [weitere Informationen]

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  •  Das BMBF hat eine neue Förderrichtlinie für ein „Forschungsnetzwerk Anonymisierung für eine sichere Datennutzung“ veröffentlicht. Kernaufgabe soll die umfassende Erforschung von Technologien, Verfahren und Methoden zur Anonymisierung/ Depersonalisierung personenbeziehbarer Daten sowie die Entwicklung und Erprobung entsprechender Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sein. Die Fördermaßnahme sieht interdisziplinäre Verbundvorhaben mit Unternehmensbeteiligung sowohl zu fünf thematischen Kompetenzclustern als auch ergänzende Forschungsprojekte vor. Im Zuge des zweistufigen Antragsverfahrens können u.a. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen bis 4. März 2022 Projektskizzen einreichen [weitere Informationen]

 

  • Die VolkswagenStiftung fördert sieben neue Projekte zum Einfluss von KI auf die Gesellschaft und stellt für die ausgewählten Vorhaben, die KI-Systeme bereits einsetzen oder den Einsatz für die nahe Zukunft vorsehen, insgesamt 9,8 Mio. Euro zur Verfügung [weitere Informationen]

 

  • In einem Vorhaben der Universität Bonn zusammen mit der Universität Wien und dem Karlsruhe Institut für Technologie KIT untersucht ein Forschungsteam den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Wissenschaft. Die Vergleichsstudie soll aus informatischer, historischer und ethnographischer Perspektive den Einsatz von KI-Technologien in verschiedenen Disziplinen ermitteln und dabei Chancen und Risiken sowie Ambivalenzen aufdecken. Neben mehreren Publikationen sind internationale Konferenzen und Workshops geplant. Die VolkswagenStiftung fördert das Vorhaben mit insgesamt 1,4 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

  • Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat die Förderung von fünf neuen Projekten zu Digitalisierungsthemen an bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bekannt gegeben. Die thematische Bandbreite umfasst u.a. digitale Innovation und Organisationswandel, Ambivalenz von Vertrauen in KI sowie Kooperationsplattformen und Wissensaustausch [weitere Informationen]

 

Recht

 

  • Die EU-Kommission hat die Rückmeldungen aus dem Konsultationsprozess zum „Data Act“ veröffentlicht, der von Juni bis September 2021 durchgeführt worden war. Von den 449 Rückmeldungen aus 32 Ländern kam der überwiegende Anteil aus der Wirtschaft, während nur 17 Rückmeldungen sich selbst dem Bereich wissenschaftliche bzw. Forschungseinrichtungen zugeordnet hatten. Auch der RfII hatte sich mit einem Beitrag zur Folgenabschätzung beteiligt (s. Info Ticker No. 38) [weitere Informationen]

 

  • Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT entwickelt in dem Projekt „EduMiDa – Erfolgreich durch Mitarbeiterdatenschutz“ zusammen mit den Universitäten Bremen und Münster Datenschutzmetriken, die Aufsichtsbehörden, Betriebsräten, aber auch den Mitarbeitenden eines Unternehmens, in dem persönliche Daten von Mitarbeitenden gesammelt werden müssen, einen schnellen Überblick ermöglichen, ob das System die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt. Diese verbesserte Transparenz soll u.a. auch das Renommee der jeweiligen Unternehmen steigern und Datenschutz so als ein Wettbewerbsvorteil eingesetzt werden können [weitere Informationen]

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Der Branchenverband eco hat den Startschuss für die Implementierung der vier Gaia-X Federation Services (GXFS) bekanntgegeben (s. Info Ticker No. 03 und 21). Damit kann nun zusammen mit Partnerunternehmen eine interoperable und föderierte Referenzgrundlage auf Open Source-Basis aufgebaut werden, die allen Interessierten künftig eine souveräne Nutzung von Daten und Services ermöglichen soll. Ergänzend hierzu wurde ein Whitepaper zu Funktion und Nutzen der Federation Services veröffentlicht [weitere Informationen]

 

  • Der Bundesverband der deutschen Open Source-Industrie, die „Open Source Business Alliance“ (OSBA) hat ein „Manifest für digitale Souveränität“ veröffentlicht. Darin setzt er sich klar für „ein konsequentes Vorantreiben von Bildung und Kompetenzaufbau, Fokussierung auf Entwicklung und Nutzung offener, frei verwendbarer digitaler Technologien […] sowie entschlossenes und engagiertes staatliches Handeln“ ein und verbindet die umfassende Analyse des Sachstands mit zahlreichen konkreten politischen Handlungsempfehlungen und Forderungen, u.a. zu technologieoffener Forschung, einer intensiveren Bindung zwischen Hochschulen und Wirtschaft und zur Bereitstellung von Dateninfrastrukturen [weitere Informationen]

 

Veranstaltungen

  • „Künstliche Intelligenz in Medizin und Pflege” (Berlin und online; 16.12.) [weitere Informationen]
  • „Quo Vadis Sammelwerk“ (online; 13.01.2022) [weitere Informationen]
  • „Sind Wissenschaftseinrichtungen die besseren Verlage?“ Podiumsdiskussion (online; 19.01.) [weitere Informationen]
  • „Editorik: Forschung und Infrastruktur im Dialog/ NFDI-Konsortium Text+“ (online; 19.01.) [weitere Informationen]
  • „ONLINE Coffee Lectures: Aus der Arbeit der AG Forschungsethik des RatSWD und das KonsortSWD-Projekt ‚VQualiDat‘ (Verbund Qualitative Daten“ (19.01.) [weitere Informationen]
  • „Coffee Lectures: Wissensmanagement als Teil des Forschungsdatenmanagements“ (online; 26.01.) [weitere Informationen]
  • „The European Strategy for Universities and system-level reforms: Quo vadis?“ (Brüssel und online; 27.01.) [weitere Informationen]

 

Tagungsberichte

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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No. 49

No. 49, 08.12.2021

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(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die DFG hat den Zeitplan für die Basisdienst-Konsortien in der NFDI veröffentlicht. Darin ist u.a. eine Ausschreibung im Januar 2022 mit einer Frist zur Einreichung von Anträgen bis 29. April 2022 und die abschließende Entscheidung durch die GWK im November 2022 vorgesehen. Das entkoppelte Verfahren war im Juli vom NFDI-Expertengremium beschlossen worden (s. Info Ticker No. 34) [weitere Informationen]

 

  • Das Generaldirektorat der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation (DG-RTD) hat eine Umfrage zur Europäischen Datenlandschaft gestartet, um auf der Grundlage von aktuellen Detailinformationen über das europäische Forschungsdatenökosystem künftige politische Maßnahmen zur Durchsetzung von FAIR und Open Data-Praktiken noch gezielter bereitstellen zu können. Die Befragung, die u.a. von Visionary Analytics durchgeführt wird, erfolgt getrennt für Forschende und Forschungsdatenrepositorien [weitere Informationen]

 

  • Die DFG hat ein Koordinierungsprojekt zur Digitalisierung und Koordinierung (noch) rechtebewerter Objekte Hintergrund ist das große Forschungsinteresse an Materialien und Materialbeständen, die aus rechtlichen Gründen bislang oft von einer Open Access-Bereitstellung ausgeschlossen sind. Um hierfür im Zuge eines „strukturbildenden Prozesses“ Abhilfe schaffen zu können, sollen in dem geplanten Koordinierungsprojekt zunächst Eckpunkte und Bausteine für eine Pilotphase konkretisiert werden, wobei besonderer Wert auf die Berücksichtigung unterschiedlicher Sparten und Objektgattungen gelegt wird. Interessierte Einrichtungen können bis 18. März 2022 eine Interessenbekundung abgeben [weitere Informationen]

 

  • Die Berliner Landesregierung sieht in ihrem neuen Koalitionsvertrag neben zahlreichen Digitalisierungsmaßnahmen auch ein umfassendes Bekenntnis zu Open Data und Open Source vor. So soll z.B. ein „Open Source-Fonds zur Finanzierung von Entwicklungs-Communities“ und ein „Kompetenzzentrum für Open Source“ beim IT-Dienstleister ITDZ Berlin eingerichtet werden. Darüber hinaus werden u.a. die Einführung eines „Digital Checks“ für Gesetze und eine „umfassende IT-Sicherheitsstrategie“ sowie für den Bereich Forschung u.a. die (weitere) Unterstützung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur angekündigt [weitere Informationen]

 

  • Die Initiative „Digital Science“ erhebt jährlich den Stand des gemeinsamen Datenteilens und hat jetzt den „State of Open Data Report 2021 veröffentlicht. Hierfür wurden gut 21.000 Rückmeldungen von Forscher:innen aus 192 Ländern zu Motivationen, Herausforderungen und Praxis im Umgang mit Open Data sowie erstmals zur Auffindbarkeit und Glaubwürdigkeit von offenen Daten ausgewertet. Daneben bietet der Bericht u.a. auch ein Kapitel zur Wirkung von Datenkuratierung auf die (Meta-) Datenqualität [weitere Informationen]

 

  • Das Software Sustainability Institute führt aktuell eine weltweite Umfrage zur Situation von RSEs (research software engineers) durch und lädt Entwickler:innen von Forschungssoftware bis 14. Januar 2022 zur Teilnahme ein [weitere Informationen]

 

  • Das re3data COREF-Projekt stellt in einem Blogbeitrag verschiedene Grade von Openness in Bezug auf Forschungsdatenrepositorien vor und erläutert das spezifische Angebot von re3data (Registry of Research Data Repositories) [weitere Informationen]

 

 

Bildung & Hochschulen

  • SPARC Europe hat die Ergebnisse einer Umfrage unter europäischen wissenschaftlichen Bibliotheken zu Open Education (OE) und Open Education Research (OER) veröffentlicht, die vor dem Hintergrund der UNESCO-Empfehlung zu OER durchgeführt wurde. In dem Bericht werden die Rückmeldungen von mehr als 230 Bibliotheken aus 28 Ländern zu ihren Problemen, Herausforderungen und Bedarfen ausgewertet und weiterführende Handlungsempfehlungen je nach Entwicklungsstand formuliert [weitere Informationen]

 

  • Die Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung ZKI haben einen Leitfaden zur Einführung und Nutzung von Cloud-Diensten an Hochschulen veröffentlicht [weitere Informationen]

 

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

 

  • Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse des Konsultationsprozesses zu einer neuen Bewertung von Forschung und Alternativen zum traditionellen Impact Faktor veröffentlicht, der zwischen März und November 2021 durchgeführt wurde. Als nächster Schritt wird eine gemeinsame Vereinbarung zur Reformierung des Forschungsbewertungssystems vorgeschlagen, die von einem weiten Kreis von Stakeholdern u.a. aus Förderorganisationen, Forschungseinrichtungen und Bewertungsbehörden unterzeichnet werden soll [weitere Informationen]

 

  • Das BMBF hat eine neue Förderrichtlinie für Verbundprojekte des Gemeinsamen Unternehmens EuroHPC (GU EuroHPC) veröffentlicht, das das Höchstleistungsrechnen (High Performance Computing, HPC) in Europa stärken und ein europäisches HPC-Ökosystem aufbauen soll. In diesem Rahmen sollen FuE-Projekte gefördert werden, in denen die Kooperation zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternahmen als relevanter Innovationsfaktor gestärkt wird, die eine „anspruchsvolle Innovationshöhe“ erreichen“ und ohne Förderung nicht realisierbar sind. Es gelten spezielle Antragsverfahren und -fristen [weitere Informationen]

 

  • Das FZ Jülich koordiniert das europäische Verbundprojekt "High-Performance Computer and Quantum Simulator hybrid" (HPCQS), das durch die Verbindung von zwei Quantensimulatoren mit zwei europäischen Supercomputern eine europäische Infrastruktur für Quantencomputing und -simulation entwickeln soll. Das Vorhaben, an dem HPC-Zentren aus Frankreich, Spanien, Irland und Italien beteiligt sind, wird durch die Initiative "European High-Performance Computing Joint Undertaking“ (EuroHPC JU) und die teilnehmenden Mitgliedstaaten für vier Jahre mit insgesamt 12 Mio. Euro gefördert [weitere Informationen]

 

  • In dem Konsortialprojekt „ATIQ – Quantencomputer mit gespeicherten Ionen für Anwendungen“ wollen 25 Partner aus Wissenschaft und Industrie, darunter die Leibniz-Universität Hannover, innerhalb von 30 Monaten deutsche Quantencomputer-Demonstratoren mittels Ionenfallen-Technologien entwickeln. Das Projekt wird mit 37,4 Mio. Euro vom BMBF und mit Eigenanteilen der beteiligten Unternehmen gefördert [weitere Informationen]

 

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat ein Positionspapier zur Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens veröffentlicht. Darin setzt sich die DPG u.a. für die Anerkennung der letzten eingereichten Fassung eines Artikels als Open-Access-Version ein sowie für mehr Kosten- und Datentransparenz der Verlage und eine stärkere (Rück-)Verlagerung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortung in die wissenschaftliche Gemeinschaft [weitere Informationen]

 

 

 

Recht

  • Der Europäische Rat hat am Freitag im Ausschuss für Transport, Telekommunikation und Energie a. seine Position („allgemeine Ausrichtung“) zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheit in Europa verabschiedet, die als „NIS2“ die bisherigen Bestimmungen zur Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (NIS-Richtlinie) ersetzen sollen (s. Info Ticker No. 44). Darüber hinaus wurde u.a. über den Stand des vorgesehenen Gesetzes zu Künstlicher Intelligenz (AI Act) beraten, zu dem zuletzt die slowenische Ratspräsidentschaft einen Kompromissvorschlag vorlegt hatte. Demnach würden etwa KI-Systeme, die ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke entwickelt wurden, aus dem Regulierungsbereich ausgeschlossen [weitere Informationen]

 

  • Die Europäische Kommission hat angesichts der Open-Access-Anforderungen eine aktuelle Hilfestellung zur Nutzung von cc-by-Lizenzen im Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe veröffentlicht [weitere Informationen]

 

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Im Vorhaben „Software-defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferungsindustrie“ (SDM4FZI) entwickeln 30 Unternehmen unter der Leitung von Bosch, dem Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) und der Universität Stuttgart neue Lösungen, die durch die Trennung von Hardware und Software eine flexible Planung, Steuerung und Änderung von Komponenten im Produktionsablauf ermöglichen und so die Anpassungsfähigkeit im Fahrzeugbau deutlich erhöhen sollen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit rund 35 Mio. Euro [weitere Informationen]

 

 

E-Government

  • Der Verein D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt hat eine Stellungnahme zu den Planungen des Bundes und einiger Länder für einen „souveränen Arbeitsplatz“ (s. Info Ticker No. 45) veröffentlicht und plädiert darin u.a. für schlanke Strukturen, eine Annäherung an den Vorschlag der Open Source Business Alliance (OSBA) und der Vitako für einen „Ort für öffentlichen Code“, eine adäquate finanzielle Ausstattung und konsequente Umstellung von Ausschreibungen auf quelloffene Lösungen und Formate und nicht zuletzt Schulungen für alle Beteiligten [weitere Informationen]

 

 

 Veranstaltungen

  • „Talking About… How We Envision the Future of University Teaching” (online; 09.12.) [weitere Informationen]
  • “Evidence Based Policymaking in Europe 2021” Konferenz (online; 09.-10.12.) [weitere Informationen]
  • „Geschlechterforschung in der Technikentwicklung systematisch berücksichtigen“ (online; 13.12.) [weitere Informationen]
  • „DigitalDialog: Nachhaltigkeit und betrieblicher Klimaschutz“ (online; 14.12.) [weitere Informationen]
  • „Zukunftskongress Staat & Verwaltung: Die Leitveranstaltung für Deutschland im digitalen Aufbruch“ (online; 14.-15.12.) [weitere Informationen]
  • „The unknOwn unknOwns Festival – Mit Offener Wissenschaft und Innovation auf zu neuen Welten!“ (online; 14.-16.12) [weitere Informationen]
  • SIT & JUB Insights in Technology Conference 2021“ (hybrid/Bremen; 15./16..12.) [weitere Informationen]

Tagungsberichte

  • „Digitalisierung souverän gestalten“ [weitere Informationen]
  • „Training the trainers: Data Management and FAIR data principles in university curricula” [weitere Informationen]
  • “Achieving Digital Language Equality 2030: Implications for Libraries, Collections and Library Users” [weitere Informationen]

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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No. 48

No. 48, 01.12.2021

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Die Vertretungen von SPD, BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN und FDP haben letzte Woche einen Koalitionsvertrag (Entwurf) veröffentlicht, in dem Digitalisierung ressortübergreifend als Querschnittsthema vorgesehen ist. So wird neben einer umfassenden Digitalisierung der Verwaltung und Förderung von digitalen Schlüsseltechnologien u.a. ein „zentrales, zusätzliches Digitalbudget“ und ein Digitalisierungscheck für künftige Gesetzesvorhaben vorgesehen. Außerdem sind z.B. den Themen „Nutzung von Daten und Datenrecht“ sowie „Forschungsdaten“ jeweils eigene Absätze gewidmet, in denen sowohl ein „Dateninstitut“ u.a. zur Etablierung von Datentreuhändermodellen und Lizenzen als auch ein Datengesetz und zusätzlich ein Forschungsdatengesetz sowie u.a. die Einführung von Forschungsklauseln, ein wissenschaftsfreundlicheres Urheberrecht und die Weiterentwicklung der NFDI vorgesehen sind. Insgesamt enthält das Papier ein deutliches Bekenntnis zu Open Science, Open Access und Open Education Research (OER) und sieht darüber hinaus auch zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung vor. Kritik daran wurde v.a. wegen der fehlenden Hinweise zur Umsetzung und Finanzierung geäußert [weitere Informationen]

 

  • Die Generalkonferenz der UNESCO hat letzte Woche die finale Fassung der Empfehlung zu Open Science verabschiedet und sich damit erstmals auf eine Definition und einen gemeinsamen Rahmen von Grundsätzen und Normen zur globalen Beförderung und Durchsetzung von Open Science verständigt, um u.a. Wissenschaft weltweit als Gemeingut zu stärken. Nun sind die 193 Mitgliedstaaten aufgefordert, die Inhalte insbesondere zu sieben definierten Bereichen prioritär bei der weiteren Implementierung von Open Science in internationalen, nationalen und regionalen (Finanzierungs-) Maßnahmen und v.a. der nationalen Gesetzgebung zu berücksichtigen. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung alle vier Jahre entsprechende Fortschrittsberichte der Mitgliedstaaten vor [weitere Informationen]

 

  • Außerdem hat die UNESCO ihre Empfehlung zur Ethik Künstlicher Intelligenz verabschiedet, in der menschenrechtszentrierte Werte und Leitlinien für die Entwicklung und Anwendung von KI definiert und weiterführende Aufgaben und Maßnahmen zu elf verschiedenen Politikfeldern – z.B. Bildung und Wissenschaft – formuliert werden. Hierzu gehört u.a. die Entwicklung einer ethischen Folgenabschätzung für den gesamten Lebenszyklus von KI-Systemen und der Verzicht auf Social Scoring. Die gemeinsamen Vorschläge der Mitgliedstaaten sollen in nationale Prozesse und Maßnahmen überführt werden, sind aber nicht rechtlich bindend [weitere Informationen]

 

  • Ab Januar 2022 wird GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften eine neue Forschungsinfrastruktur für digitale Verhaltensdaten aufbauen. Parallel zu den daraus entstehenden Angeboten ist eine methodische Forschung zur Qualität digitaler Verhaltensdaten vorgesehen. Bund und Länder finanzieren das Vorhaben als strategischen Sondertatbestand [weitere Informationen]

 

  • Die Plattform Lernende Systeme PLS hat ein neues Whitepaper zur vertrauenswürdigen Gestaltung von KI-Systemen herausgegeben und setzt sich darin mit dem Konzept der Kritikalität im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung von KI-Systemen auseinander, das auch von der EU-Kommission in ihrem Vorschlag zur KI-Regulierung (s. Info Ticker No. 14) angewendet wurde. Die PLS hält dies aber nicht für ausreichend und erläutert zusätzlich notwendige Kriterien [weitere Informationen]

 

  • Die deutschen Gaia-X-Domänen haben Positionspapiere zu ihren Zielen, Aufgaben und Herausforderungen online veröffentlicht [weitere Informationen]

 

  • Das Verbundprojekt „FAIR-Data Spaces“, das mit Unterstützung des BMBF die Dateninfrastrukturen Gaia-X und NFDI zu einem gemeinsamen Cloud-basierten Datenraum für Industrie und Wissenschaft verknüpfen soll (s. Info Ticker No. 23), stellt seine Aufgaben, Zeitpläne und Rahmenbedingungen auf einer neuen Webseite vor [weitere Informationen]

 

 

Bildung & Hochschulen

  • Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz GWK hat im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ die Förderung von 54 Projekten beschlossen. Für die ausgewählten 40 Einzel- und 14 Verbundvorhaben an zusammen 81 Hochschulen in Deutschland stellen der Bund und die Länder Mittel im Umfang von bis zu 133 Mio. Euro zur Verfügung [weitere Informationen]

 

  • Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stellt den Hochschulen und dem Hochschulbibliothekszentrum (hbz) im Land 150 Mio. Euro von 2021 bis 2026 für den Aufbau einer ganzheitlich digital organisierten Verwaltung zur Verfügung. Hierfür wurde gerade eine entsprechende Vereinbarung zur Umsetzung des E-Government-Gesetzes (E-GovG NRW) abgeschlossen, und erste Projekte, u.a. die Einführung einer elektronischen Aktenführung, zur eigenständigen Umsetzung im Rahmen der Hochschulautonomie vorgesehen [weitere Informationen]

 

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

 

  • Der Europäische Innovationsrat EIC hat ein Forum gegründet, um Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Forschung künftig eine Plattform zum informellen Austausch über Innnovationen zu fünf von den EU-Mitgliedstaaten definierten Bereichen zu bieten. Dabei soll es neben der Gestaltung der künftigen Innovationspolitik der EU u.a. um die Förderung von Arbeitsplätzen und die Sicherstellung der strategischen Souveränität bei der digitalen und grünen Transformation gehen [weitere Informationen]

 

  • Die EU-Kommission hat die Vorschriften für IPCEI (Important Projects of Common European Interest) im Rahmen von Horizont Europa aktualisiert. Die Neufassung sieht u.a. mehr Transparenz vor und eine inklusivere Ausgestaltung, um sowohl mehr Mitgliedstaaten, als auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) künftig die Teilnahme zu erleichtern. Außerdem wurden die Ziele der Förderung den aktuellen EU-Prioritäten angepasst. Aktuell läuft u.a. das IPCEI „Next Generation Cloud Infrastructure and Services (IPCEI-CIS)“ mit deutscher Beteiligung (s. Info Ticker No. 38 und 41) [weitere Informationen]

 

 

  • Das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung haben eine Förderung von niedersächsischen Forschungsvorhaben und -institutionen im Umfang von 46,7 Mio. Euro beschlossen. Im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ sollen dabei u.a. zwei Zukunftslabore am Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen eingerichtet werden, die erste Ausschreibung hierfür ist Anfang 2022 geplant [weitere Informationen]

 

  • Die Stiftung Neue Verantwortung hat ein Impulspapier zur Cybersicherheitspolitik der Volkrepublik China veröffentlicht und analysiert darin die aktuelle Lage, die Aktivitäten und Ziele des Landes aus einer geopolitischen (deutschen) Perspektive, um die Identifizierung von Gefährdungspotentialen in Deutschland zu unterstützen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ermöglichen. Hierfür empfiehlt der Verfasser u.a. eine Bündelung der bestehenden Kompetenzen und zusätzliche Fördermittel [weitere Informationen]

 

 

Bibliotheken & Publikationssystem

  • Das ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft hat mit dem Wissenschaftsverlag Duncker& Humblot ein neues Open-Access-Geschäftsmodell „Subscribe to Open“ vereinbart, das zunächst für zwei renommierte Zeitschriften erprobt wird, die bereits ab 2022 offen verfügbar sein sollen. Autorengebühren (Article Processing Charges; APCs) fallen in diesem Modell nicht an. Der Transformationsprozess wird durch bisherige Subskriptionen von Institutionen und Bibliotheken sowie dem ZBW finanziert [weitere Informationen]

 

 

Recht

 

 

 

 

Wirtschaft und Digitalisierung

  • Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin hat in einer Studie zur Künstlichen Intelligenz in Deutschland zusammen mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) und der TU Berlin festgestellt, dass viele Beschäftigten gar nicht wahrnehmen, dass sie in ihrer täglichen Arbeit bereits vielfach mit KI zu tun haben. Die Autor:innen empfehlen eine breitere Aufklärung zu Perspektiven der Zusammenarbeit von Mensch und Maschinen und Weiterbildungen, um Kenntnisse und Fähigkeiten mit Blick auf KI zu befördern [weitere Informationen]

 

E-Government

  • Das föderale IT-Architekturboard, ein Gremium des IT-Planungsrats, hat die IT-Landschaft der öffentlichen Verwaltung in einem Poster mit einer umfangreichen Dokumentation erfasst. Neben einem Ist-Soll-Vergleich soll dies u.a. auch die Einordnung künftiger Aktivitäten und Projekte erleichtern und auf unerwünschte Redundanzen hinweisen [weitere Informationen]

 

 

Veranstaltungen

  • „Digitale Souveränität durch neue technische Ansätze für Transparenz und Auskunft“ (online; 02.12.) [weitere Informationen]
  • „Effizient mit Low Code – Wie steht es um die digitale Transformation bei deutschen Behörden?“ (online; 02.12.) [weitere Informationen]
  • „Cyberkriminelle erpressen Anhalt-Bitterfeld – Was können wir daraus lernen?“ Hintergrundgespräch (online; 03.12.) [weitere Informationen]
  • „NFDI-InfraTalk“ (online; 06.12.) [weitere Informationen]
  • „Zukunft mitgestalten – Wie Nachwuchskräfte von KI-Wissen profitieren“ (online; 06.12.) [weitere Informationen]
  • „Digitale Souveränität: Identitäten, Transparenz und Auskunftspflicht“ (online; 07.12.) [weitere Informationen]
  • „iRights.Lab: Vorstellung des Zentrums für vertrauensvolle Künstliche Intelligenz“ (online; 07.12.) [weitere Informationen]
  • „49- Jour Fixe FDM: Gute wissenschaftliche Praxis“ (online; 08.12.) [weitere Informationen]
  • „62. Helmholtz Open Science Online-Seminar: Die IPCC FAIR Datenrichtlinien aus der Sicht des IPCC Data Distribution Centres (DDC)“ (09.12.) [weitere Informationen]
  • „INCONESDD Community Meeting: Trainings and Games Related to Research Data” (online; 13.12.) [weitere Informationen]
  • “Performing Open Access” Online-Workshop (13.12.) [weitere Informationen]
  • “OpenAIRE Webinar – OS Observatory: Understanding the European open science landscape” (15.12.) [weitere Informationen]

 

Tagungsberichte

 

Zusammengestellt von Bärbel Lange (baerbel.lange@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) auf dem SharePoint archiviert. Für Fragen und Anregungen wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle: info@rfii.de

 


No. 47

No. 47, 24.11.2021

Der RfII Info Ticker wird wöchentlich von der Geschäftsstelle versandt und fasst die neuesten Meldungen aus der akademischen Gemeinschaft zu RfII-relevanten Themen wie Informationsinfrastrukturen und Forschungsdaten, dem Nachrichtenspektrum rund um den „Open“-Begriff sowie wissenschafts- und förderpolitische Themen zusammen. Die Themen werden nach Bedarf und Nachrichtenlage bedient.

Informationsgrundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie Newsletter und Social-Media-Kanäle von Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, Ministerien, Fachverbänden und -gesellschaften, Stiftungen und einschlägigen Initiativen.

 

(Forschungs-) Daten & Informationsinfrastrukturen

  • Das Fachkollegium Chemie der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten veröffentlicht. Die Publikation gibt fachspezifische Empfehlungen für die Herausforderungen des Forschungsdatenmanagements und möchte insgesamt die Wahrnehmung für den Umgang mit Forschungsdaten innerhalb der Disziplin schärfen [weitere Informationen]

 

Bildung & Hochschulen

  • Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat „Empfehlungen zur wissenschaftlichen Weiterbildung“ veröffentlicht, die sich an die Hochschulen, die Länder und den Bund richten. Zudem werden zentrale Herausforderungen benannt und darauf aufbauend Handlungsbedarf und -möglichkeiten dargestellt [weitere Informationen]

 

  • Der Stifterverband veröffentlicht in einem Policy Paper erste Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021. Das Paper behandelt die Auswirkungen des Brexit auf die deutsche Forschungs- und Hochschullandschaft. Im Ergebnis überwiegen die negativen Auswirkungen, wie der Verlust von Forschungskooperationen, Austauschstudierenden und Forschenden. Dennoch bleibt der Trend zur Internationalisierung ungebrochen [weitere Informationen]

 

  • Zwei aktuelle Studien des Stifterverbands und von McKinsey machen den hohen Bedarf von Fachkräften – insbesondere Daten- und KI-Expertinnen – im Technologiesektor deutlich. Bis 2026 fehlen in Deutschland den Erhebungen zu Folge 780.000 Fachkräfte in Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung [weitere Informationen]

 

Wissenschaftspolitik & Forschungsförderung

  • Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat Erwartungen an die Wissenschaftspolitik einer neuen Bundesregierung formuliert und benennt sieben zentrale Handlungsfelder – dazu gehört u.a. das Thema „Digitale Souveränität“ [weitere Informationen]

 

  • Science Europe hat eine Stellungnahme zur Einbindung von Interessensgruppen in die Steuerungsstruktur des geplanten neuen Europäischen Forschungsraums (European Research Area, ERA) veröffentlicht. Die Vereinigung spricht sich darin u.a. für eine starke Einbindung wissenschaftlicher Akteure in das geplante ERA Forum aus [weitere Informationen]

 

  • Der Stifterverband hat ein neues Diskussionspapier veröffentlicht, in dem die wissenschaftsbasierte Politikberatung auf Basis der Erfahrungen der Covid-19-Pandemie analysiert wird und bestehende Herausforderungen identifiziert werden. Als Lösungsansatz werden neue  – insbesondere digitale  – Orte des niederschwelligen Austausches und der ko-kreativen wissenschaftsbasierten Beratung empfohlen [weitere Informationen]

 

Recht

  • Ein Impulspapier der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Nationalen Cyber-Sicherheitsrats beleuchtet die Auswirkung ausländischer Gesetzgebungen auf die deutsche Cybersicherheit. Untersucht werden die gesetzlichen Grundlagen für Auslandsaufklärung und Cyberspionage in den USA, Russland und China. Das Impulspapier empfiehlt zudem eine Reihe von Cybersicherheitsmaßnahmen – dazu gehören u.a. die Verringerung der digitalen Abhängigkeit, den Datenzugriff technisch-organisatorisch zu schützen (z.B. durch Treuhänder), die Datenverarbeitung in der EU zu gewährleisten sowie die Steigerung der Medienkompetenz innerhalb der Bevölkerung [weitere Informationen]

 

Technische Neuerungen

 

  • Am Standort des Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Zeuthen entsteht ein neues Zentrum für Quantentechnologie-Anwendungen (Centre for Quantum Technology Applications, CQTA). Dort sollen neuartige Anwendungen für komplexe Quantensysteme entwickelt und Optimierungsalgorithmen auf Quantencomputer erarbeitet werden. Das Zentrum wird aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes Brandenburg mit 12,8 Millionen Euro gefördert [weitere Informationen]

 

Veranstaltungen

  • „Künstliche Intelligenz – Versprechen einlösen, Anwendungen vorantreiben” Podiumsdiskussion (online; 25.11.) [weitere Veranstaltungen]
  • „Presenting the second EOSC Portal release” – EOSC Enhance webinar (25.11.) [weitere Informationen]
  • „Vernetzt und frei? Erhalt und Ausbau von Handlungsspielräumen in digitalisierten Wertschöpfungsnetzwerken“  (online; 30.11.) [weitere Informationen]
  • „Künstliche Intelligenz als geistes- & sozialwissenschaftlicher Begriff“ (online; 01.-03.12.) [weitere Informationen]
  • „NFDI4Ing Forum: Electronic lab notebooks (ELNs)” Webinar (02.12.) [weitere Informationen]
  • „ORCID DE Online-Seminar: Persistent Identifier in Publikations- und Affiliationsrichtlinien” (07.12.) [weitere Informationen]
  • „Die IPCC FAIR Datenrichtlinien aus der Sicht des IPCC Data Distribution Centres (DDC)“ (09.12.), Online-Seminar [weitere Informationen]
  • „Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du selbst das Produkt?“ (online; 09.12.) [weitere Informationen]
  • „BibliotheksLeitungsTag 2021: Achtung, fertig, Neustart!“ (online; 09.-10.12.) [weitere Informationen]
  • „DatenTag ONLINE: Datenschutz und Künstliche Intelligenz“ (13.12.) [weitere Informationen]

 

Tagungsberichte

 

Zusammengestellt von Daniel Zdun (daniel.zdun@rfii.de) und Sarah Ehls (sarah.ehls@rfii.de)

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