No. 13
No. 13, 15.04.2026
Diese Woche wichtig
- Das Stanford Institute for Human-Centered AI hat im jährlichen Stanford AI Index Report 2026 die aktuelle Situation rund um künstliche Intelligenz datengetrieben analysiert. Der Bericht zeigt auf, dass die Fähigkeiten von KI weiter rapide steigen, die Fortschritte bei verantwortungsvoller KI mit dieser Entwicklung allerdings nicht mithalten. [mehr]
- EIROforum, eine Allianz aus neun europaweiten Forschungseinrichtungen wie dem CERN, hat sich in einer Stellungnahme zum geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 geäußert. Darin fordert EIROforum ein gut finanziertes, eigenständiges FP10, das sich mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF) ergänzt, einen Fokus auf Exzellenz und Grundlagenforschung, verstärkte Investitionen in Forschungsinfrastrukturen sowie internationale Kollaborationen. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die französische Regierung will ihre Bemühungen für digitale Souveränität verstärken, weshalb jedes Ministerium bis Herbst einen konkreten und umfassenden Plan zur Verringerung von Abhängigkeiten von Anbietern außerhalb Europas vorlegen muss. Die Digitalbehörde DINUM wird als ersten Schritt bei den eigenen Arbeitsplätzen von Windows zu Linux wechseln. [mehr]
- Das Expertengremium KI und Nachhaltigkeit, das vom Bundesumweltministerium (BMUKN) einberufen wurde, hat Empfehlungen zur nachhaltigen Gestaltung künstlicher Intelligenz vorgelegt. Eine zentrale Handlungsempfehlung ist die Förderung spezialisierter KI-Modelle mit geringerem Energie- und Ressourcenverbrauch als Alternative zu großen generativen Modellen. [mehr]
- DEAL Open Access Services (DEAS), die Max-Planck-Gesellschaft, die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und weitere internationale Partner haben OA Forward gegründet, eine neue Koordinationsinitiative zur Stärkung gemeinsamer Positionen in Open-Access-Verhandlungen und zur Weiterentwicklung der offenen wissenschaftlichen Kommunikation. Die Initiative wird von DEAS organisiert und soll auf der Arbeit der OA2020- und ESAC-Initiativen aufbauen. [mehr]
Veranstaltungen
- SeDOA, MWS: „This Is How We Do It – International Best Practices for Diamond Open Access: OAPEN and DOAB: Supporting Diamond Open Access and building trust in a global ecosystem“ (online; 17.04.) [mehr]
Tagungsberichte
- DaTNet: „Vernetzungstreffen Datentreuhandmodelle 2026: Skalieren organisieren, Organisieren skalieren“ [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 12
No. 12, 08.04.2026
Aus dem RfII
- Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) begrüßt in einer Stellungnahme im Grundsatz das Vorhaben der EU-Kommission zur Vereinfachung der Digitalgesetzgebung (auch bezeichnet als Digital Omnibus) und den darin vorgeschlagenen Änderungen im Zusammenhang mit den Bestimmungen zum Data Act (DA), zum Data Governance Act (DGA) sowie zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). [mehr]
Diese Woche wichtig
- Die Ad-hoc-AG „Resilienz in der Wissenschaft“ des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Empfehlungen zur Stärkung der Resilienz, Souveränität und Interoperabilität von Forschungsdateninfrastrukturen vorgelegt. Unter anderem sollen Forschende Open-Source-Produkte aus Europa reflektiert nutzen und Fachgesellschaften sollen europäische Allianzen bilden und sich eng mit Infrastruktureinrichtungen abstimmen. Der Wissenschaftspolitik wird geraten, Forschungsdateninfrastrukturen als nationale Kernaufgabe zu betrachten und bereits aufgesetzte Maßnahmen für resiliente Dateninfrastrukturen zu verstetigen. [mehr]
- Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) hat einen Katalog mit konkreten Kriterien für die Bewertung der digitalen Souveränität erarbeitet. Die 20 Kriterien prüfen die Gebiete Organisation und Fähigkeiten, digitale Anwendungen und Dienste, Informationen und Daten sowie Betrieb und Infrastruktur. Durch einen Konsultationsprozess, der noch bis zum 15. Mai läuft, will das ZenDiS einen breiten Konsens über Souveränitätskriterien erreichen. [mehr]
- Das EU-Parlament hat seine Verhandlungsposition zum KI-Omnibus beschlossen, den die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Unter anderem spricht sich das EU-Parlament, so wie auch der Rat der EU, dafür aus, dass die Regelungen für Hochrisiko-KI, die der AI Act vorsieht, erst ab dem 02. Dezember 2027 für eigenständige KI-Systeme bzw. ab dem 02. August 2028 für KI-Systeme, die in regulierte Produkte integriert sind, gelten. Außerdem plant das EU-Parlament, die Verpflichtungen für Produkte, die bereits durch sektorale Gesetze geregelt sind, zu lockern. [mehr]
Weitere Meldungen
- Der Verbund europäischer öffentlicher Forschungsförderorganisationen Science Europe hat ein Positionspapier zur Zukunft der European Open Science Cloud (EOSC) nach 2027 veröffentlicht. Darin betont Science Europe die Bedeutung der EOSC für Open Science und fordert, die Governance und langfristige Finanzierung der EOSC im Zuge des von der EU-Kommission geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramms (FP10) frühzeitig zu sichern. [mehr]
- Vier Task Forces der EOSC Association haben fünf Berichte mit Analysen und Empfehlungen zu verschiedenen Aspekten der künftigen Entwicklung der EOSC und der EOSC Federation veröffentlicht. Thematisch befassen sich diese unter anderem mit dem aktuellen Stand der semantischen Interoperabilität innerhalb der Federation und dem Zusammenspiel zwischen der EOSC und dem European Health Data Space (EHDS). [mehr]
- Das Land Hessen hat erste Eckpunkte der für Ende Juni erwarteten hessischen Rechenzentrumsstrategie präsentiert. Demnach stehen drei Hauptziele im Fokus: die gezielte Ansiedlung von Rechenzentren, die Stärkung des digitalen Ökosystems sowie die Sicherung einer ausreichenden Energieversorgung. [mehr]
- Ein Verbund von Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern, darunter Deutschland, übernimmt die Trägerschaft der Open-Access-Publikationsplattform Open Research Europe (ORE). Durch die Mitträgerschaft Deutschlands können künftig alle Forschenden an deutschen Forschungseinrichtungen ihre Ergebnisse kostenfrei auf ORE veröffentlichen und begutachten lassen. [mehr]
- Die EU-Kommission hat die Rückmeldungen aus der öffentlichen Konsultation zum von ihr geplanten Digital Omnibus veröffentlicht. Neben der Stellungnahme des RfII können auch die Rückmeldungen des Weizenbaum-Instituts, des Branchenverbands Bitkom und Weiterer eingesehen werden. [mehr]
Veranstaltungen
- DINI AG KIM, UB Mannheim: „KIM Workshop 2026“ (online; 20.-21.04.) [mehr]
- open-access.network: „Open Access Barcamp 2026“ (Oldenburg; 29.-30.04.; Anmeldung bis 10.04.) [mehr]
- BERD@NFDI, German Data Science Society: Paneldiskussion „Die Rolle von Daten im Zeitalter von KI“ (München; 29.04.) [mehr]
Tagungsberichte
- TMF: „MII-Symposium 2026“ [mehr]
- Deutscher Bundestag: „23. Sitzung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung“ [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 11
No. 11, 25.03.2026
*** Der Info Ticker verabschiedet sich in eine kurze Osterpause und erscheint das nächste Mal am 08. April 2026. ***
Diese Woche wichtig
- Die Bundesregierung hat eine Rechenzentrumsstrategie beschlossen, mit der die Rechenzentrumskapazitäten bis 2030 mindestens verdoppelt und die Kapazitäten für KI und High-Performance-Computing vervierfacht werden sollen, um die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen. Die 28 Maßnahmen der Strategie sind auf die drei Handlungsfelder Energie und Nachhaltigkeit, Standort und Fläche sowie Technologie und Souveränität verteilt und sollen alle innerhalb der nächsten 12 Monate gestartet und möglichst abgeschlossen werden. [mehr]
- Die US-Regierung hat ein nationales Rahmenwerk zur Regulierung von KI vorgestellt, mit dem sie für eine homogene Gesetzeslage in allen US-Bundesstaaten sorgen will. Das Rahmenwerk behandelt sechs Ziele – unter anderem sollen „veraltete oder unnötige Innovationshemmnisse“ beseitigt und so die „amerikanische KI-Dominanz“ sichergestellt werden. [mehr]
Weitere Meldungen
- Schleswig-Holstein hat seine ressortübergreifende Digitalstrategie 2026 und ein Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz vorgestellt. Die Digitalstrategie wurde unter Beteiligung der Zivilgesellschaft entwickelt und setzt auf einen „digital kooperierenden Staat“ mit enger Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Das Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz soll das Digital-Only-Prinzip und das Once-Only-Prinzip etablieren. [mehr, mehr]
- Der Branchenverband CISPE (Cloud Infrastructure Service Providers in Europe) warnt in einem offenen Brief an die EU-Kommission davor, mit dem geplanten Cloud and AI Development Act „Souveränitäts-Washing“ zu legitimieren. CISPE fordert, fünf Prinzipien in den Cloud and AI Development Act aufzunehmen, darunter, Souveränität über Kontrolle zu definieren, statt über Präsenz in der EU, um so die heimischen Cloud-Anbieter dabei zu unterstützen, den Rückstand zu den Konkurrenten aus Übersee zu verringern. [mehr]
- Das European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI) hat seine strategische Rolle und zukünftige Ausrichtung bekannt gegeben. Als wichtigste Prioritäten für die nächsten Jahre nennt ESFRI den Fokus auf eine holistische Perspektive, die Konsolidierung und den Beitrag zur Weiterentwicklung des Infrastruktur-Ökosystems sowie die Maximierung des Einflusses seiner Aktivitäten. [mehr]
- Das Europäische Patentamt (EPA) hat im Jahr 2025 erstmals über 200.000 Patentanmeldungen erhalten. Deutschland liegt mit 12,1 % der Patentanmeldungen auf Platz zwei hinter den USA (23,3 %) und vor China (10,9 %). [mehr]
- Bund und Länder haben sich im IT-Planungsrat darauf geeinigt, dass die Standards des Deutschland-Stacks, die den Plattformkern betreffen, verbindlich für alle Software-Lösungen der Verwaltung gelten sollen. Außerdem soll die Zusammenarbeit durch ein übergreifendes Portfoliomanagement gesteuert werden. [mehr]
Veranstaltungen
- U Bremen Research Alliance, DataNord: „Tag der Forschungsdaten 2026“ (Bremen; 15.04.; Anmeldung bis 31.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung zum Gesetzesentwurf zur Durchführung der Verordnung über KI“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 10
No. 10, 18.03.2026
Diese Woche wichtig
- Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) haben bekannt gegeben, dass zehn der aktuell elf Exzellenzstandorte für weitere sieben Jahre im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert werden. Im Evaluationsverfahren erfolgreich waren die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die Berlin University Alliance, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das KIT Karlsruhe, die LMU München, die TU München und die Universität Tübingen, während die Universität Konstanz die notwendige Anzahl Exzellenzcluster nicht erreicht hat. [mehr]
- Der Rat der EU hat sich auf eine gemeinsame Position zum KI-Omnibus geeinigt, den die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Unter anderem will der Rat, dass die Regelungen für Hochrisiko-KI, die der AI Act vorsieht, erst ab dem 02. Dezember 2027 für eigenständige KI-Systeme bzw. ab dem 02. August 2028 für KI-Systeme, die in regulierte Produkte integriert sind, gelten. [mehr]
- Die Bundesregierung hat den Entwurf des Medizinregistergesetzes beschlossen, mit dem die Nutzung medizinischer Registerdaten in der Versorgung und Forschung gestärkt werden soll. Das Gesetz sieht ein Zentrum für Medizinregister beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, ein zentrales Medizinregisterverzeichnis und eine Qualifizierung für Medizinregister, die erweiterte Datenverarbeitungsbefugnisse mit sich bringt, vor. [mehr]
- Die Fraunhofer-Gesellschaft fordert in einem Positionspapier, das geplante zehnte Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 und den Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF) auf transformative statt inkrementelle Veränderungen auszurichten. Sie plädiert unter anderem für ein Horizon Europe-Budget von bis zu 200 Milliarden Euro, eine stärkere Fokussierung auf kollaborative Forschung sowie ein Co-Governance-Modell, das Horizon Europe und den ECF strategisch miteinander verbindet. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die Bundesnetzagentur (BNetzA), die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) und das hessische Digitalministerium haben ihr gemeinsames Pilotprojekt zur Simulation eines KI-Reallabors des AI Acts abgeschlossen. Eines der Ergebnisse ist eine Roadmap, die das Zusammenspiel von AI Act und Medizinprodukte-Verordnung bei der Entwicklung eines Medizinprodukts mit integriertem Hochrisiko-KI-System beleuchtet. [mehr]
- Die Expertenkommission Wettbewerb & Künstliche Intelligenz hat Handlungsempfehlungen zu den Themen Transfer und Talente abgegeben. Sie empfiehlt der Bundesregierung, sich im Bereich KI vom Skalierungswettlauf mit ausländischen Anbietern abzuwenden und sich stattdessen auf Felder zu fokussieren, in denen Deutschland bereits gut aufgestellt ist. Darüber hinaus solle Know-how in KI-Hubs räumlich gebündelt und ausländische KI-Talente schnell und unbürokratisch angeworben werden. [mehr]
- Die DFG hat ihre angekündigte Leitlinie zum Einsatz von KI in der wissenschaftlichen Begutachtung veröffentlicht und darin eine ausschließlich unterstützende KI-Nutzung entlang der Prinzipien Vertraulichkeit, Transparenz, Qualitätssicherung und Verantwortung festgelegt. Die ab 16. April geltende Leitlinie wird in einem Whitepaper näher begründet und der interne Klärungsprozess dort fachlich, rechtlich und technisch eingeordnet. [mehr]
- Das EU-Parlament hat eine Resolution zum geplanten European Research Area (ERA) Act verabschiedet. Darin fordern die Abgeordneten unter anderem, das Investitionsziel von 3 % des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung im ERA Act zu verankern und Maßnahmen zu ergreifen, um die privatwirtschaftliche Beteiligung am Forschungs- und Entwicklungsökosystem zu stärken. [mehr]
Veranstaltungen
- HU Berlin: „GÉANT in a nutshell – how we support science in the European Research Area” (online; 31.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- „NFDITalk: Introduction to knowledge-driven FAIR services and the Leibniz Data Manager“ (Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 09
No. 09, 11.03.2026
Aus dem RfII
- Die stellvertretende Vorsitzende des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII), Petra Gehring, wird an einer Podiumsdiskussion des Universitätsverbunds German U15 zum Forschungsdatengesetz teilnehmen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Mehr Daten für bessere Forschung: Wie das Forschungsdatengesetz zum Innovationsgesetz wird“ findet am 24. März in Berlin statt. [mehr]
Diese Woche wichtig
- Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Wissenschaftsrat (WR) schlagen in einem Diskussionspapier die Einführung des Förderinstruments Nexus (Networking excellence – Enabling participation – Transforming European Science) vor, um die Spitzenforschung im Europäischen Forschungsraum stärker zu vernetzen. Mit Nexus sollen Exzellenznetzwerke, bestehend aus mindestens drei Hochschulen oder Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern, aufgebaut werden, wobei jedes Netzwerk mit 20 Mio. Euro pro Jahr über eine Laufzeit von sieben Jahren gefördert werden soll. [mehr]
- Die Helmholtz-Gemeinschaft hat zwei Positionspapiere zum geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 veröffentlicht. Darin fordert die Helmholtz-Gemeinschaft, Forschung nicht zu einem Werkzeug für industrielle Innovation zu reduzieren, sondern Grundlagenforschung in Horizon Europe zu priorisieren. Außerdem begrüßt die Helmholtz-Gemeinschaft die Budgeterhöhung für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen. [mehr]
Weitere Meldungen
- Das EU-Parlament hat einen Bericht mit Empfehlungen zur Ausgestaltung des Urheberrechts vor dem Hintergrund generativer KI verabschiedet. Darin fordern die Abgeordneten unter anderem, dass Rechteinhaber der Nutzung ihrer kreativen Werke durch KI widersprechen können und im Falle einer Zustimmung fair vergütet werden müssen. [mehr]
- Das Land Baden-Württemberg hat beschlossen, seine Gesundheitsdatenplattform MEDI:CUS („Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher“) dauerhaft durch einen neuen Verein und eine zu gründende GmbH weiterzuführen. MEDI:CUS ist eine cloudbasierte Dateninfrastruktur, die den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten für Versorgung und Forschung ermöglicht, und soll in den kommenden Monaten in 17 klinischen Einrichtungen eingeführt werden. [mehr]
- In Brandenburg haben SPD und CDU ihren Koalitionsvertrag für die Jahre 2026 – 2029 vorgestellt. Dieser kündigt verschiedene Digitalisierungsprojekte, eine für die Forschung bessere Verknüpfung von Gesundheitsdaten und eine Forschungsstrategie an. [mehr]
Veranstaltungen
- „NFDITalk: Introduction to knowledge-driven FAIR services and the Leibniz Data Manager“ (online; 16.03.) [mehr]
- NFDI: „Do they really guide? Guidelines for the use of LLMs in scholarly publishing“ (Mannheim; 25.03.; Anmeldung bis 15.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- „RDA Deutschland Tagung 2026“ (Präsentationsmaterialien) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 08
No. 08, 04.03.2026
Aus dem RfII
- Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums in Berlin, folgt als Vorsitzende des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII) auf Petra Gehring. Die langjährige Vorsitzende wechselt in den stellvertretenden Vorsitz und wird dort durch Katrin Stump, Generaldirektorin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, ergänzt, die Lars Bernard von der TU Dresden ablöst. Dies beschloss der RfII auf seiner Sitzung am 27. Februar 2026. [mehr]
- Der RfII begrüßt in einer Stellungnahme den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für ein Forschungsdatengesetz als wichtigen Schritt, um der Forschung einen rechtssicheren und umfassenden Zugang zu Daten der öffentlichen Hand zu ermöglichen. Darüber hinaus sieht der RfII bei einigen konkreten Aspekten noch Verbesserungspotenzial. [mehr]
- Der RfII erwartet in einer Stellungnahme, dass Regelungen durch einen ERA Act zu einem kohärenten Aufbau wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen innerhalb der EU beitragen und geeignet sind, über Ländergrenzen hinweg Synergiepotenziale zu heben. Gleichzeitig muss die Diversität der nationalen Forschungssysteme anerkannt werden: Ihre Autonomie sollte ein Leitprinzip des ERA Acts sein. [mehr]
Diese Woche wichtig
- Mehrere Verbände europäischer Hochschulen, wie die European University Association (EUA), haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF), den die EU-Kommission plant, abgegeben und darin konkrete Empfehlungen für dessen Ausgestaltung vorgelegt. Eine zentrale Forderung ist, dass der ECF und das zehnte Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe getrennte und komplementäre Programme sein sollen, deren Verzahnung klar strukturiert sein müsse. [mehr]
- Die Universität zu Lübeck erhält für den Aufbau des KI-Rechenzentrums AnoMed 29 Mio. Euro vom BMFTR. AnoMed soll die Erforschung und Entwicklung großer, vertrauenswürdiger KI-Modelle für die Medizin ermöglichen und dabei höchste Sicherheitsstandards für hochsensible medizinische Forschungsdaten garantieren. [mehr]
Weitere Meldungen
- UK Research and Innovation (UKRI) investiert 76 Mio. Pfund in den Aufbau von vier neuen Rechenzentren für die Forschung. Die Rechenzentren sollen an den Universitäten Birmingham, Cambridge und Edinburgh sowie dem University College London entstehen und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen genutzt werden können. [mehr]
- Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat eine Förderrichtlinie für Durchbruchsinnovationen in KI und digitalen Schlüsseltechnologien angekündigt und bittet Stakeholder im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bis zum 23. März um Anregungen. Ziel ist es, den Transfer von der Forschung in die Wirtschaft zu beschleunigen. [mehr]
- Das BMFTR hat ein Eckpunktepapier zur Cybersicherheitsforschung veröffentlicht und darin strategische Impulse für ein künftiges Forschungsrahmenprogramm festgelegt. Die Eckpunkte zielen auf eine Cybersicherheit „Made in Germany“ ab, sollen die Cyberresilienz in der Praxis stärken und die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft vertiefen. [mehr]
- Der Arbeitskreis Strategie und Organisation des ZKI-Vereins (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung) hat die Ergebnisse der Top-Trends-Umfrage 2026 unter IT-Einrichtungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bekanntgegeben. Die diesjährigen Schwerpunktthemen betrafen digitale Souveränität, finanzielle Handlungsspielräume und Kooperationen. [mehr]
Veranstaltungen
- Universitätsbibliothek Mannheim: „AI – What’s Ethics got to do with it?“ (online; 24.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- Aalborg University: „EU high-level conference on reforming research assessment“ [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 07
No. 07, 25.02.2026
Diese Woche wichtig
- Zum Ende des AI Impact Summit in Neu-Delhi haben sich 91 Staaten und internationale Organisationen, darunter die USA, China und die EU, auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Die New Delhi Declaration on AI Impact hat zum Ziel, dass die Vorteile von KI der gesamten Menschheit auf gerechte Weise zugutekommen, und behandelt sieben Aktionssäulen – von der Demokratisierung von KI-Ressourcen über vertrauenswürdige KI-Systeme bis hin zu KI für Wissenschaft und Wirtschaftswachstum. [mehr]
- Deutschland und Indien haben auf dem AI Impact Summit einen Pakt für KI mit Initiativen in sechs Handlungsfeldern geschlossen. Insbesondere soll der Austausch von Software- und KI-Talenten erhöht werden, darüber hinaus soll die Kooperation bei Forschung, industrieller Anwendung, vertrauenswürdiger KI, KI in der öffentlichen Verwaltung und in internationalen Foren intensiviert werden. [mehr]
- Die Landesinitiativen für Forschungsdatenmanagement (FDM) haben ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht, in dem sie auf die Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) in Leistung in Verantwortung reagieren und ihre Rolle im FDM-Gesamtsystem reflektieren. Die FDM-Landesinitiativen begrüßen das vom RfII als zentral angesehene Prinzip der Ownership und plädieren für eine nachhaltige Finanzierung, um einen starken und verlässlichen Beitrag im Gesamtsystem erbringen zu können. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat beschlossen, das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) zu verstetigen. Das NUM, in dem alle deutschen Universitätskliniken zusammenarbeiten, um bundesweit nutzbare Forschungsinfrastrukturen aufzubauen und ihre klinische Forschung zu koordinieren, soll als vollständig vom Bund getragene GmbH weitergeführt werden. [mehr]
- Eine Gruppe nordrhein-westfälischer Hochschulangehöriger sowie die FDM-Landesinitiative (fdm.nrw) haben ein Impulspapier zur Perspektive der Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) veröffentlicht. Darin betonen sie die zentrale Rolle der Hochschulen in der NFDI und fordern eine stärkere Beteiligung an ihrer weiteren Ausgestaltung. [mehr]
- UK Research and Innovation (UKRI) hat seine erste KI-Strategie vorgestellt, die KI-Forschung in praktische Vorteile für die Bevölkerung umwandeln soll. Die Strategie fokussiert sich auf sechs Prioritätsbereiche, wie vertrauenswürdige KI, den Aufbau von Infrastruktur und die Transformation der Forschung durch KI. [mehr]
Veranstaltungen
- VuK Open Access Brandenburg, OROB: „Wie sollte eine faire Finanzierung von Open Access aussehen? (Quo Vadis 2025/26)“ (online; 12.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- MWK Baden-Württemberg: „Resilienz im Wissenschaftssystem – Bedrohungslagen erkennen, Erwartungen formulieren, Handlungsfähigkeit stärken“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 06
No. 06, 18.02.2026
Diese Woche wichtig
- Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr Jahresgutachten an die Bundesregierung übergeben. Darin analysiert sie die Innovationspotenziale der Themen Hightech-Agenda Deutschland, Sicherheitsforschung, europäische Politik, 28. Regime, Mittelstand, Hochschulsystem und KI und gibt Empfehlungen ab. Grundsätzlich zeigt sich die EFI zufrieden mit der Politik der Bundesregierung, besonders mit der Hightech-Agenda Deutschland und ihrer Fokussierung auf Schlüsseltechnologien, fordert aber auch entschlossenes Handeln, um den Transfer von Wissenschaft in Wirtschaft zu verbessern. [mehr]
- Die Bundesregierung hat den Entwurf des KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetzes (KI-MIG) beschlossen, das den europäischen AI Act umsetzt. Das KI-MIG legt die Bundesnetzagentur als Marktüberwachungs- und notifizierende Behörde sowie als zentrales Koordinierungs- und Kompetenzzentrum fest. Des Weiteren soll bei der Bundesnetzagentur ein KI-Reallabor eingerichtet werden, zu dem auch Forschungseinrichtungen und Hochschulen vorrangigen Zugang erhalten werden. [mehr]
- Science Europe, ein Zusammenschluss öffentlicher Forschungsförderorganisationen Europas, hat Änderungen am geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 vorgeschlagen. Science Europe spricht sich für eine Unabhängigkeit des Programms vom Europäischen Wettbewerbsfonds, eine Neuausrichtung auf wissenschaftliche Exzellenz und eine Stärkung von Bottom-up Forschung aus. [mehr]
Weitere Meldungen
- Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege vorgestellt. Die Strategie zielt unter anderem darauf ab, für die Forschung den Zugang zu Gesundheits- und Pflegedaten über das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit zu erleichtern, es an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) anzubinden und die Nutzung von KI im FDZ Gesundheit zu intensivieren. [mehr]
- Deutschland und Kanada haben als Teil der im Dezember gegründeten Deutsch-Kanadischen Digitalallianz eine Gemeinsame Absichtserklärung zu KI unterzeichnet. Schwerpunkte sind der Ausbau von Rechenkapazitäten, verantwortungsvolle KI-Entwicklung, KI-Sicherheit sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit. [mehr]
- Die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften hat die Open-Science-Digitalbibliothek TIB Knowledge Loom gestartet. Auf der Open-Access-Plattform können Forschungsergebnisse systematisch mit den zugrunde liegenden Daten, Codes und Analysen verknüpft und veröffentlicht werden, wodurch Reproduzierbarkeit, Transparenz und Wiederverwendbarkeit erhöht werden sollen. [mehr]
- Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) und der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Änderungen an der Definition personenbezogener Daten in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) durch den von der EU-Kommission geplanten digitalen Omnibus. EDSA und EDSB begrüßen hingegen die geplanten Harmonisierungen zur Unterstützung der Wissenschaft. [mehr]
- Die Boston Consulting Group und das Gründungszentrum UnternehmerTUM haben einen Fahrplan für die Umsetzung der Hightech-Agenda Deutschland erstellt. Die Studie identifiziert fünf allgemeine Hebel – Kooperation, Nachfrage, Kapital, Regulierung und Governance –, die zusammen mit zentralen Maßnahmen für jede der Schlüsseltechnologien der Hightech-Agenda zum Erfolg führen sollen. [mehr]
Veranstaltungen
- dbv: „Neue Perspektiven auf KI in Bibliotheken 2026“ (online; 10.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- SODa, HTW Berlin: „Digital Turn. Sammlungen – Provenienzen – Märkte“ [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 05
No. 05, 11.02.2026
Diese Woche wichtig
- Die Expertenkommission Wettbewerb & Künstliche Intelligenz, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eingesetzt wurde, hat Handlungsempfehlungen für eine wettbewerbsförderliche Digitalgesetzgebung veröffentlicht. Sie empfiehlt der Bundesregierung unter anderem, den Digital Markets Act (DMA) konsequent durchzusetzen, Open-Source-Software zu priorisieren und sich für eine Vereinfachung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Überarbeitung des AI Act und des Data Act einzusetzen. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften hat das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt SHIELD (Science & Heritage Infrastructure for Enduring Long-term Data) gestartet. SHIELD soll große, hochwertige Datensätze von US-Behörden retten, über eine dezentrale Infrastruktur und ein weltweites Peer-to-Peer-Netzwerk verbreiten sowie in bestehende Systeme zur Langzeitarchivierung, wie der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und der European Open Science Cloud (EOSC), integrieren. [mehr]
- ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften hat eine Fundraising-Kampagne für OLSPub (Open Life Science Publication Database) gestartet und hofft, zwei Mio. Euro einzusammeln. OLSPub soll eine unabhängige, europäische Alternative zu PubMed werden und so die Abhängigkeit von US-finanzierten Informationsdiensten reduzieren. [mehr]
- Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Stuttgart und die Universität Tübingen gründen in Heilbronn das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx. Das Zentrum wird vom Land Baden-Württemberg ab 2029 mit 30 Mio. Euro jährlich gefördert und soll wirtschaftsnahe KI-Forschung betreiben und KI-Talente ausbilden. [mehr]
Veranstaltungen
- Open Divide Lectures: „The Promise and Perils of Transparency and Openness“ (online; 25.02.) [mehr]
Tagungsberichte
- EOSC Association: „EOSC Winter School 2026“ [mehr]
- SeDOA: „Praxisworkshop für Herausgebende – Auf dem Weg zu Diamond Open Access: Kosten planen, Finanzierung finden“ [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
No. 04
No. 04, 04.02.2026
Diese Woche wichtig
- Der Wissenschaftsrat (WR) skizziert in seinem Papier Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040 ein Zielbild und eine Agenda für ein freies, leistungsfähiges und wettbewerbsfähiges Wissenschaftssystem der Zukunft und legt dazu in zehn Handlungsfeldern konkrete Empfehlungen für Wissenschaft und Politik vor. Er fordert unter anderem eine verlässliche Wissenschaftsfinanzierung als staatliche Kernaufgabe, eine Neuordnung der außeruniversitären Forschung und ein den aktuellen Umbrüchen angepasstes Studienangebot an Hochschulen. [mehr]
- Die European Open Science Cloud (EOSC) Tripartite Governance, der EOSC EU Node und die EOSC Candidate Nodes haben auf einem Treffen zur EOSC Federation die in ihrer Absichtserklärung vorgeschlagene Organisationsstruktur der Federation offiziell angenommen. Sie umfasst ein Interim Node Coordinators Committee für die strategische Ausrichtung, ein Interim Node Operations Committee zur technischen Umsetzung sowie mehrere Interim Arbeitsgruppen. Außerdem einigten sich die Teilnehmer auf eine Roadmap für 2026, die den Übergang der Federation in den Betrieb definiert. [mehr]
- Eine Gruppe von über 100 international angesehenen Experten hat die zweite Ausgabe des International AI Safety Report veröffentlicht. Der Bericht untersucht Fähigkeiten, Risiken und Maßnahmen zur Risikominimierung von Allzweck-KI-Systemen und stellt unter anderem fest, dass Open-Source-Modelle in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber kommerziellen Modellen aufholen. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die European University Association (EUA) beschreibt in einem Bericht, wie Universitäten KI-Technologien im Einklang mit ihren Bedarfen und Werten einsetzen können. Der Bericht untersucht die fünf Schlüsselbereiche Ethik, Strategien, Schulung, Regulierung und Nachhaltigkeit und soll Hochschulleiterinnen und -leitern eine Orientierungshilfe bieten. [mehr]
- Die EOSC Association hat eine zweite Ausgabe des EOSC Federation Handbook mit aktualisierten Hinweisen zur Organisations- und Betriebsstruktur sowie zu technischen Merkmalen der Federation veröffentlicht. Die neue Fassung integriert umfangreiches Feedback aus der Aufbauphase und bietet Orientierung bis Ende 2027. [mehr]
- Die EU-Kommission bittet in einer Konsultation bis zum 20. Februar um Feedback zu einem Entwurf der Richtlinien über die finanzielle Vergütung für die Bereitstellung von Daten nach dem Data Act. Der Entwurf baut auf Konditionen nach dem FRAND-Prinzip (fair, angemessen und nicht diskriminierend) auf und sieht unter anderem vor, dass für gemeinnützige Forschungseinrichtungen keine Gewinnmarge berechnet werden darf. [mehr]
- Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit dem Marktplatz der KI Möglichkeiten (MaKI) eine bundesweite Plattform für die Verwaltung gestartet, die KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen bündelt und für alle nutzbar macht. Ziel sei es, den verantwortungsvollen und effizienten KI-Einsatz in der Verwaltung zu stärken. [mehr]
Veranstaltungen
- EU-Kommission: „Data Act - webinar on draft Guidelines for reasonable compensation“ (online; 10.02.) [mehr]
- RDA: „RDA Deutschland Tagung 2026“ (Potsdam; 24.-25.02.; kostenpflichtig) [mehr]
Tagungsberichte
- Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung zum Entwurf für das Data-Act-Durchführungsgesetz“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
- Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung zum Entwurf zur Durchführung der EU-Verordnung über europäische Daten-Governance (Daten-Governance-Gesetz)“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.
Abonnieren können Sie den Info Ticker, indem Sie sich für die Mailingliste registrieren. Leiten Sie das Angebot gerne auch an andere Interessierte weiter. Diese Mail wird für Mitglieder des RfII im Mailarchiv (RfII Info Ticker) archiviert.
