No. 25, 15.07.2026
Diese Woche wichtig
- Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat auf ihrer letzten Sitzung mehrere zentrale Entscheidungen getroffen: Unter anderem hat sie eine neue Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) verabschiedet, die die Weiterentwicklung zu einer „One NFDI“ und für den Zeitraum 2029 – 2038 jährliche Finanzmittel von 98,7 Mio. Euro vorsieht. Außerdem folgte die GWK der Empfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und gab die Weiterförderung aller zehn NFDI-Konsortien der zweiten Runde mit 71 Mio. Euro bekannt – zunächst bis Ende 2028. Darüber hinaus hat die GWK beschlossen, für den Verein Nationales Hochleistungsrechnen (NHR) im Jahr 2027 62,5 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen, hinzu kommen 30,7 Mio. Euro von 2026 bis 2030, um KI-Rechenkapazitäten an Hochschulen auszubauen. Schließlich bewilligte die GWK der DFG für das Jahr 2027 Finanzmittel von 3,38 Mrd. Euro plus 730 Mio. Euro zur Projektförderung, finanziert die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) 2027 mit 2,38 Mrd. Euro und tauschte sich zu den Ergebnissen des Paktforums zu KI aus. [mehr]
Weitere Meldungen
- Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat neue Leitlinien zur Anonymisierung von personenbezogenen Daten herausgegeben. Entscheidend sind demnach drei Kriterien: Es dürfen keine Einzelfallidentifikation, keine Verknüpfung mit anderen Informationsquellen und keine Rückschlüsse über Einzelpersonen möglich sein. Die Leitlinien können im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bis zum 30. Oktober kommentiert werden. [mehr]
- Die EU-Kommission hat das European Innovation Scoreboard 2026 veröffentlicht, das jährlich die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten und ausgewählter Drittländer beurteilt. Deutschland liegt demnach auf Platz neun unter den Mitgliedstaaten, mit Stärken unter anderem bei gemeinschaftlichen Publikationen von Wissenschaft und Wirtschaft und Schwächen bei digitalen Kompetenzen. Die Spitzenplätze werden von den skandinavischen Ländern und den Niederlanden eingenommen, wobei die Innovationsleistung der EU insgesamt gestiegen ist. [mehr]
- Laut einer Studie von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften führe die strukturelle Trennung der militärischen und zivilen Innovationssysteme dazu, dass Deutschland seine Stärken in Forschung und Entwicklung kaum für sicherheitsrelevante Anwendungen nutze. Die Studie empfiehlt daher durchgängige Innovations- und Beschaffungspfade, ressortübergreifende Förderprogramme sowie einen risikobasierten Orientierungsrahmen zum Thema Forschungssicherheit, um Dual-Use-Technologien wie KI, Raumfahrt und Cybersicherheit sowohl zivil als auch militärisch besser zu nutzen. [mehr]
- Der Branchenverband Bitkom prognostiziert, dass der deutsche Markt für IT und Telekommunikation 2026 um 4,1 Prozent auf 246,4 Mrd. Euro wächst. Angetrieben werde das Wachstum durch die Bereiche Software, Cloud und KI, allerdings werde der weltweite Markt für IT und Telekommunikation voraussichtlich um 8,5 Prozent wachsen. [mehr]
Tagungsberichte
- MWFK Brandenburg, MWK Baden-Württemberg: „Resilienz des deutschen Wissenschaftssystems – Verantwortung gemeinsam übernehmen“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
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