No. 15, 29.04.2026
*** Der Info Ticker verabschiedet sich in eine kurze Frühlingspause und erscheint das nächste Mal am 13. Mai 2026. ***
Aus dem RfII
- Die stellvertretende Vorsitzende des Rats für Informationsinfrastrukturen, Petra Gehring, sowie Ratsmitglied Lars Bernard sprechen im NFDITalk über Datentreuhandmodelle in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Der Vortrag findet online am 04. Mai statt und wird von einer Diskussion begleitet. [mehr]
Diese Woche wichtig
- Die European Open Science Cloud (EOSC) Tripartite Governance hat die Aufnahme von 14 neuen EOSC-Kandidatenknoten im Rahmen der zweiten Welle beschlossen und damit die bislang 13 Knoten umfassende EOSC Federation sowohl geografisch als auch thematisch erweitert. Zur zweiten Welle gehören nationale Initiativen aus acht Ländern sowie paneuropäische E-Infrastrukturen und thematische Knoten. [mehr]
- Das Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fordert in einem Positionspapier zur Zukunft der NFDI eine sichere und angemessene Finanzierung für die verstetigte NFDI von mindestens 115 Mio. Euro jährlich. Außerdem müsse sich die NFDI kontinuierlich weiterentwickeln, dabei aber stets ihren communitygetriebenen Charakter beibehalten. [mehr]
- Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit dem C3A (Criteria enabling Cloud Computing Autonomy) einen Kriterienkatalog veröffentlicht, mit dem die Souveränitätseigenschaften von Cloud-Diensten bewertet werden können. Der C3A betrachtet Souveränität in den Dimensionen Strategie, Gesetze, Daten, Betrieb, Lieferketten und Technologie und definiert jeweils konkrete Souveränitätskriterien, wie die Möglichkeit der vollständigen Entkopplung von Netzwerken außerhalb der EU. [mehr]
- Die Expertenkommission Wettbewerb & Künstliche Intelligenz hat ihren Abschlussbericht, in dem alle bisherigen Handlungsempfehlungen zusammengefasst und erläutert werden, an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) übergeben. Zu den 20 Handlungsempfehlungen in sieben Themenfeldern zählen unter anderem, als staatlicher Ankerkunde den Aufbau einer KI-Infrastruktur zu beschleunigen, hoch qualitative und offene Datenräume zu fördern und bei der Beschaffung Open-Source-Lösungen zu priorisieren. [mehr]
Weitere Meldungen
- Bayern hat die Entwicklung eines eigenen KI-Basismodells mit dem Namen Blue-Swan-Plattform angekündigt, das nach europäischen Standards und auf Open Source basierend zunächst auf die Anwendungsfelder Gesundheit und Robotik ausgerichtet ist. An dem Projekt sind elf bayrische Hochschulen beteiligt und der Freistaat investiert 54,5 Mio. Euro in die nötige Rechenleistung. [mehr]
- Das EU-Parlament hat seine Position zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFF) für die Jahre 2028 – 2034 festgelegt und fordert eine Aufstockung des Budgets um etwa 10 % gegenüber dem Kommissionsvorschlag. Damit soll der Inflationsdruck abgefedert und zentrale Programme wie Horizon Europe und Erasmus+ angemessen finanziert werden. [mehr]
- Laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Gartner werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2026 auf ungefähr 6,3 Billionen Dollar steigen, ein Zuwachs von 13,5% im Vergleich zu 2025. Das erwartete Wachstum sei insbesondere auf die fortschreitende Verbreitung von KI zurückzuführen, weshalb der Bereich Rechenzentren mit einem Ausgabenplus von über 50% am stärksten wachsen soll. [mehr]
- Hessen baut eine Datentreuhand- und Datentransferstelle für Gesundheitsdaten am Kompetenzzentrum für Telemedizin und E-Health (KTE) an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) auf. Die Stelle wird vom hessischen Digitalministerium für drei Jahre mit 850.000 Euro gefördert und soll Forschung und die Planung der medizinischen Versorgung auf Basis schützenwerter Gesundheitsdaten ermöglichen. [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
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