No. 08

No. 08, 04.03.2026

Aus dem RfII

  1. Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums in Berlin, folgt als Vorsitzende des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII) auf Petra Gehring. Die langjährige Vorsitzende wechselt in den stellvertretenden Vorsitz und wird dort durch Katrin Stump, Generaldirektorin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, ergänzt, die Lars Bernard von der TU Dresden ablöst. Dies beschloss der RfII auf seiner Sitzung am 27. Februar 2026. [mehr]
  2. Der RfII begrüßt in einer Stellungnahme den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für ein Forschungsdatengesetz als wichtigen Schritt, um der Forschung einen rechtssicheren und umfassenden Zugang zu Daten der öffentlichen Hand zu ermöglichen. Darüber hinaus sieht der RfII bei einigen konkreten Aspekten noch Verbesserungspotenzial. [mehr]
  3. Der RfII erwartet in einer Stellungnahme, dass Regelungen durch einen ERA Act zu einem kohärenten Aufbau wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen innerhalb der EU beitragen und geeignet sind, über Ländergrenzen hinweg Synergiepotenziale zu heben. Gleichzeitig muss die Diversität der nationalen Forschungssysteme anerkannt werden: Ihre Autonomie sollte ein Leitprinzip des ERA Acts sein. [mehr]

Diese Woche wichtig

  1. Mehrere Verbände europäischer Hochschulen, wie die European University Association (EUA), haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF), den die EU-Kommission plant, abgegeben und darin konkrete Empfehlungen für dessen Ausgestaltung vorgelegt. Eine zentrale Forderung ist, dass der ECF und das zehnte Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe getrennte und komplementäre Programme sein sollen, deren Verzahnung klar strukturiert sein müsse. [mehr]
  2. Die Universität zu Lübeck erhält für den Aufbau des KI-Rechenzentrums AnoMed 29 Mio. Euro vom BMFTR. AnoMed soll die Erforschung und Entwicklung großer, vertrauenswürdiger KI-Modelle für die Medizin ermöglichen und dabei höchste Sicherheitsstandards für hochsensible medizinische Forschungsdaten garantieren. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. UK Research and Innovation (UKRI) investiert 76 Mio. Pfund in den Aufbau von vier neuen Rechenzentren für die Forschung. Die Rechenzentren sollen an den Universitäten Birmingham, Cambridge und Edinburgh sowie dem University College London entstehen und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen genutzt werden können. [mehr]
  2. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat eine Förderrichtlinie für Durchbruchsinnovationen in KI und digitalen Schlüsseltechnologien angekündigt und bittet Stakeholder im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bis zum 23. März um Anregungen. Ziel ist es, den Transfer von der Forschung in die Wirtschaft zu beschleunigen. [mehr]
  3. Das BMFTR hat ein Eckpunktepapier zur Cybersicherheitsforschung veröffentlicht und darin strategische Impulse für ein künftiges Forschungsrahmenprogramm festgelegt. Die Eckpunkte zielen auf eine Cybersicherheit „Made in Germany“ ab, sollen die Cyberresilienz in der Praxis stärken und die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft vertiefen. [mehr]
  4. Der Arbeitskreis Strategie und Organisation des ZKI-Vereins (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung) hat die Ergebnisse der Top-Trends-Umfrage 2026 unter IT-Einrichtungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bekanntgegeben. Die diesjährigen Schwerpunktthemen betrafen digitale Souveränität, finanzielle Handlungsspielräume und Kooperationen. [mehr]

Veranstaltungen

  1. Universitätsbibliothek Mannheim: „AI – What’s Ethics got to do with it?“ (online; 24.03.) [mehr]

Tagungsberichte

  1. Aalborg University: „EU high-level conference on reforming re­search ass­ess­ment“ [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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No. 07

No. 07, 25.02.2026

Diese Woche wichtig

  1. Zum Ende des AI Impact Summit in Neu-Delhi haben sich 91 Staaten und internationale Organisationen, darunter die USA, China und die EU, auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Die New Delhi Declaration on AI Impact hat zum Ziel, dass die Vorteile von KI der gesamten Menschheit auf gerechte Weise zugutekommen, und behandelt sieben Aktionssäulen – von der Demokratisierung von KI-Ressourcen über vertrauenswürdige KI-Systeme bis hin zu KI für Wissenschaft und Wirtschaftswachstum. [mehr]
  2. Deutschland und Indien haben auf dem AI Impact Summit einen Pakt für KI mit Initiativen in sechs Handlungsfeldern geschlossen. Insbesondere soll der Austausch von Software- und KI-Talenten erhöht werden, darüber hinaus soll die Kooperation bei Forschung, industrieller Anwendung, vertrauenswürdiger KI, KI in der öffentlichen Verwaltung und in internationalen Foren intensiviert werden. [mehr]
  3. Die Landesinitiativen für Forschungsdatenmanagement (FDM) haben ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht, in dem sie auf die Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) in Leistung in Verantwortung reagieren und ihre Rolle im FDM-Gesamtsystem reflektieren. Die FDM-Landesinitiativen begrüßen das vom RfII als zentral angesehene Prinzip der Ownership und plädieren für eine nachhaltige Finanzierung, um einen starken und verlässlichen Beitrag im Gesamtsystem erbringen zu können. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat beschlossen, das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) zu verstetigen. Das NUM, in dem alle deutschen Universitätskliniken zusammenarbeiten, um bundesweit nutzbare Forschungsinfrastrukturen aufzubauen und ihre klinische Forschung zu koordinieren, soll als vollständig vom Bund getragene GmbH weitergeführt werden. [mehr]
  2. Eine Gruppe nordrhein-westfälischer Hochschulangehöriger sowie die FDM-Landesinitiative (fdm.nrw) haben ein Impulspapier zur Perspektive der Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) veröffentlicht. Darin betonen sie die zentrale Rolle der Hochschulen in der NFDI und fordern eine stärkere Beteiligung an ihrer weiteren Ausgestaltung. [mehr]
  3. UK Research and Innovation (UKRI) hat seine erste KI-Strategie vorgestellt, die KI-Forschung in praktische Vorteile für die Bevölkerung umwandeln soll. Die Strategie fokussiert sich auf sechs Prioritätsbereiche, wie vertrauenswürdige KI, den Aufbau von Infrastruktur und die Transformation der Forschung durch KI. [mehr]

Veranstaltungen

  1. VuK Open Access Brandenburg, OROB: „Wie sollte eine faire Finanzierung von Open Access aussehen? (Quo Vadis 2025/26)“ (online; 12.03.) [mehr]

Tagungsberichte

  1. MWK Baden-Württemberg: „Resilienz im Wissenschaftssystem – Bedrohungslagen erkennen, Erwartungen formulieren, Handlungsfähigkeit stärken“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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No. 06

No. 06, 18.02.2026

Diese Woche wichtig

  1. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr Jahresgutachten an die Bundesregierung übergeben. Darin analysiert sie die Innovationspotenziale der Themen Hightech-Agenda Deutschland, Sicherheitsforschung, europäische Politik, 28. Regime, Mittelstand, Hochschulsystem und KI und gibt Empfehlungen ab. Grundsätzlich zeigt sich die EFI zufrieden mit der Politik der Bundesregierung, besonders mit der Hightech-Agenda Deutschland und ihrer Fokussierung auf Schlüsseltechnologien, fordert aber auch entschlossenes Handeln, um den Transfer von Wissenschaft in Wirtschaft zu verbessern. [mehr]
  2. Die Bundesregierung hat den Entwurf des KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetzes (KI-MIG) beschlossen, das den europäischen AI Act umsetzt. Das KI-MIG legt die Bundesnetzagentur als Marktüberwachungs- und notifizierende Behörde sowie als zentrales Koordinierungs- und Kompetenzzentrum fest. Des Weiteren soll bei der Bundesnetzagentur ein KI-Reallabor eingerichtet werden, zu dem auch Forschungseinrichtungen und Hochschulen vorrangigen Zugang erhalten werden. [mehr]
  3. Science Europe, ein Zusammenschluss öffentlicher Forschungsförderorganisationen Europas, hat Änderungen am geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 vorgeschlagen. Science Europe spricht sich für eine Unabhängigkeit des Programms vom Europäischen Wettbewerbsfonds, eine Neuausrichtung auf wissenschaftliche Exzellenz und eine Stärkung von Bottom-up Forschung aus. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege vorgestellt. Die Strategie zielt unter anderem darauf ab, für die Forschung den Zugang zu Gesundheits- und Pflegedaten über das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit zu erleichtern, es an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) anzubinden und die Nutzung von KI im FDZ Gesundheit zu intensivieren. [mehr]
  2. Deutschland und Kanada haben als Teil der im Dezember gegründeten Deutsch-Kanadischen Digitalallianz eine Gemeinsame Absichtserklärung zu KI unterzeichnet. Schwerpunkte sind der Ausbau von Rechenkapazitäten, verantwortungsvolle KI-Entwicklung, KI-Sicherheit sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit. [mehr]
  3. Die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften hat die Open-Science-Digitalbibliothek TIB Knowledge Loom gestartet. Auf der Open-Access-Plattform können Forschungsergebnisse systematisch mit den zugrunde liegenden Daten, Codes und Analysen verknüpft und veröffentlicht werden, wodurch Reproduzierbarkeit, Transparenz und Wiederverwendbarkeit erhöht werden sollen. [mehr]
  4. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) und der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Änderungen an der Definition personenbezogener Daten in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) durch den von der EU-Kommission geplanten digitalen Omnibus. EDSA und EDSB begrüßen hingegen die geplanten Harmonisierungen zur Unterstützung der Wissenschaft. [mehr]
  5. Die Boston Consulting Group und das Gründungszentrum UnternehmerTUM haben einen Fahrplan für die Umsetzung der Hightech-Agenda Deutschland erstellt. Die Studie identifiziert fünf allgemeine Hebel – Kooperation, Nachfrage, Kapital, Regulierung und Governance –, die zusammen mit zentralen Maßnahmen für jede der Schlüsseltechnologien der Hightech-Agenda zum Erfolg führen sollen. [mehr]

Veranstaltungen

  1. dbv: „Neue Perspektiven auf KI in Bibliotheken 2026“ (online; 10.03.) [mehr]

Tagungsberichte

  1. SODa, HTW Berlin: „Digital Turn. Sammlungen – Provenienzen – Märkte“ [mehr]

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No. 05

No. 05, 11.02.2026

Diese Woche wichtig

  1. Die Expertenkommission Wettbewerb & Künstliche Intelligenz, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eingesetzt wurde, hat Handlungsempfehlungen für eine wettbewerbsförderliche Digitalgesetzgebung veröffentlicht. Sie empfiehlt der Bundesregierung unter anderem, den Digital Markets Act (DMA) konsequent durchzusetzen, Open-Source-Software zu priorisieren und sich für eine Vereinfachung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Überarbeitung des AI Act und des Data Act einzusetzen. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften hat das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt SHIELD (Science & Heritage Infrastructure for Enduring Long-term Data) gestartet. SHIELD soll große, hochwertige Datensätze von US-Behörden retten, über eine dezentrale Infrastruktur und ein weltweites Peer-to-Peer-Netzwerk verbreiten sowie in bestehende Systeme zur Langzeitarchivierung, wie der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und der European Open Science Cloud (EOSC), integrieren. [mehr]
  2. ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften hat eine Fundraising-Kampagne für OLSPub (Open Life Science Publication Database) gestartet und hofft, zwei Mio. Euro einzusammeln. OLSPub soll eine unabhängige, europäische Alternative zu PubMed werden und so die Abhängigkeit von US-finanzierten Informationsdiensten reduzieren. [mehr]
  3. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Stuttgart und die Universität Tübingen gründen in Heilbronn das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx. Das Zentrum wird vom Land Baden-Württemberg ab 2029 mit 30 Mio. Euro jährlich gefördert und soll wirtschaftsnahe KI-Forschung betreiben und KI-Talente ausbilden. [mehr]

Veranstaltungen

  1. Open Divide Lectures: „The Promise and Perils of Transparency and Openness“ (online; 25.02.) [mehr]

Tagungsberichte

  1. EOSC Association: „EOSC Winter School 2026“ [mehr]
  2. SeDOA: „Praxisworkshop für Herausgebende – Auf dem Weg zu Diamond Open Access: Kosten planen, Finanzierung finden“ [mehr]

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No. 04

No. 04, 04.02.2026

Diese Woche wichtig

  1. Der Wissenschaftsrat (WR) skizziert in seinem Papier Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040 ein Zielbild und eine Agenda für ein freies, leistungsfähiges und wettbewerbsfähiges Wissenschaftssystem der Zukunft und legt dazu in zehn Handlungsfeldern konkrete Empfehlungen für Wissenschaft und Politik vor. Er fordert unter anderem eine verlässliche Wissenschaftsfinanzierung als staatliche Kernaufgabe, eine Neuordnung der außeruniversitären Forschung und ein den aktuellen Umbrüchen angepasstes Studienangebot an Hochschulen. [mehr]
  2. Die European Open Science Cloud (EOSC) Tripartite Governance, der EOSC EU Node und die EOSC Candidate Nodes haben auf einem Treffen zur EOSC Federation die in ihrer Absichtserklärung vorgeschlagene Organisationsstruktur der Federation offiziell angenommen. Sie umfasst ein Interim Node Coordinators Committee für die strategische Ausrichtung, ein Interim Node Operations Committee zur technischen Umsetzung sowie mehrere Interim Arbeitsgruppen. Außerdem einigten sich die Teilnehmer auf eine Roadmap für 2026, die den Übergang der Federation in den Betrieb definiert. [mehr]
  3. Eine Gruppe von über 100 international angesehenen Experten hat die zweite Ausgabe des International AI Safety Report veröffentlicht. Der Bericht untersucht Fähigkeiten, Risiken und Maßnahmen zur Risikominimierung von Allzweck-KI-Systemen und stellt unter anderem fest, dass Open-Source-Modelle in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber kommerziellen Modellen aufholen. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die European University Association (EUA) beschreibt in einem Bericht, wie Universitäten KI-Technologien im Einklang mit ihren Bedarfen und Werten einsetzen können. Der Bericht untersucht die fünf Schlüsselbereiche Ethik, Strategien, Schulung, Regulierung und Nachhaltigkeit und soll Hochschulleiterinnen und -leitern eine Orientierungshilfe bieten. [mehr]
  2. Die EOSC Association hat eine zweite Ausgabe des EOSC Federation Handbook mit aktualisierten Hinweisen zur Organisations- und Betriebsstruktur sowie zu technischen Merkmalen der Federation veröffentlicht. Die neue Fassung integriert umfangreiches Feedback aus der Aufbauphase und bietet Orientierung bis Ende 2027. [mehr]
  3. Die EU-Kommission bittet in einer Konsultation bis zum 20. Februar um Feedback zu einem Entwurf der Richtlinien über die finanzielle Vergütung für die Bereitstellung von Daten nach dem Data Act. Der Entwurf baut auf Konditionen nach dem FRAND-Prinzip (fair, angemessen und nicht diskriminierend) auf und sieht unter anderem vor, dass für gemeinnützige Forschungseinrichtungen keine Gewinnmarge berechnet werden darf. [mehr]
  4. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit dem Marktplatz der KI Möglichkeiten (MaKI) eine bundesweite Plattform für die Verwaltung gestartet, die KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen bündelt und für alle nutzbar macht. Ziel sei es, den verantwortungsvollen und effizienten KI-Einsatz in der Verwaltung zu stärken. [mehr]

Veranstaltungen

  1. EU-Kommission: „Data Act - webinar on draft Guidelines for reasonable compensation“ (online; 10.02.) [mehr]
  2. RDA: „RDA Deutschland Tagung 2026“ (Potsdam; 24.-25.02.; kostenpflichtig) [mehr]

Tagungsberichte

  1. Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung zum Entwurf für das Data-Act-Durchführungsgesetz“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
  2. Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung zum Entwurf zur Durchführung der EU-Verordnung über europäische Daten-Governance (Daten-Governance-Gesetz)“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]

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No. 03

No. 03, 28.01.2026

Diese Woche wichtig

  1. Die Bundesregierung hat in einem Positionspapier zum geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 Stellung bezogen und ihre Standpunkte im Hinblick auf die anstehenden Verhandlungen im Rat der EU dargelegt. Unter anderem will die Bundesregierung Horizon Europe und nationale Förderstrategien besser aufeinander abstimmen, die europäische Verbundforschung eng mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds verknüpfen, den Transfer von Forschungsergebnissen stärken und das Programm für Dual-Use-Projekte öffnen. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dass sie die Förderinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz, die seit Ende 2025 läuft, mit rund 30 Mio. Euro finanziert. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. [mehr]
  2. Das EU-Parlament hat einen Bericht über die technologische Souveränität Europas und die digitale Infrastruktur angenommen, in dem es von der EU-Kommission eine klare Reduzierung der Abhängigkeit der EU im Digitalbereich fordert. Demnach sollen öffentliche Aufträge in Zukunft gezielt an europäische Unternehmen vergeben werden können, der geplante Cloud and AI Development Act soll auf eine Stärkung der europäischen Dateninfrastruktur ausgerichtet sein und Open-Source-Software soll bevorzugt werden. [mehr]
  3. Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat das ReguLab ins Leben gerufen, das Innovatorinnen und Innovatoren frühzeitig und dialogorientiert bei der datenschutzkonformen Entwicklung neuer Technologien unterstützen soll. Das Programm soll konkrete Anwendungsfälle begleiten, offene Datenschutzfragen klären und die gewonnenen Erkenntnisse der Politik und Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. [mehr]
  4. 14 deutsche Hochschulbibliotheken haben das Konsortium PKP Open Journal Systems Deutschland 2026–2028 gestartet, mit dem sie das Public Knowledge Project (PKP) unterstützen. Ziel des Konsortiums ist es, Open Journal Systems (OJS), eine weit verbreitete offene Software zum wissenschaftlichen Publizieren, weiterzuentwickeln und andere PKP-Aktivitäten zu finanzieren. [mehr]

Tagungsberichte

  1. WR & Stifterverband: „Personalstrukturen neu gestalten – Impulse des Wissenschaftsrats für ein zukunftsfähiges Wissenschaftssystem in der Umsetzung“ [mehr]
  2. Deutscher Bundestag: „Öffentliche Anhörung des Verkehrsausschusses zur Neuregelung des Rechtsrahmens für intelligente Verkehrssysteme im Straßenverkehr und deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern und die Datenbereitstellung über den Nationalen Zugangspunkt“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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No. 02

No. 02, 21.01.2026

Diese Woche wichtig

  1. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat einen Referentenentwurf zum Forschungsdatengesetz veröffentlicht. Mit dem Gesetz soll der Forschung ein besserer Zugang zu Daten der öffentlichen Hand gewährt werden, die darüber hinaus aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden können sollen. Als zentralen Baustein sieht das Forschungsdatengesetz hierfür ein Deutsches Zentrum für Mikrodaten (DZM), bestehend aus einer Forschungsstelle und einer separaten Vertrauensstelle, angesiedelt beim Statistischen Bundesamt, vor. [mehr]
  2. Die EU-Kommission hat eine Sondierung zur geplanten European Open Digital Ecosystem Strategy gestartet und bittet Interessierte bis zum 03. Februar um Rückmeldungen. Die Strategie soll noch in diesem Quartal veröffentlicht werden und durch gezielte Verbesserungen für den Open-Source-Sektor zur Stärkung der technologischen Souveränität beitragen. [mehr]
  3. Der Freistaat Bayern hat mit der Bavarian Health Cloud einen eigenen Gesundheitsdatenraum angekündigt, der eine datenschutzkonforme Bereitstellung und Nutzung medizinischer Daten durch Forscherinnen und Forscher ermöglichen soll. Die Plattform, die bis Ende 2026 starten soll und für die Investitionen von 25 Mio. Euro eingeplant sind, soll zunächst mit Daten der sechs bayerischen Universitätskliniken befüllt und anschließend sukzessive erweitert werden. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat auf Grundlage der Konsultationsergebnisse zum geplanten Deutschland-Stack das Gesamtbild aktualisiert und darin konkret prioritäre Technologiefelder wie agentische und generative KI aufgegriffen. Darüber hinaus hat das BMDS eine zweite Konsultationsrunde gestartet und bittet Interessierte bis zum 15. Februar um Rückmeldungen zu Umsetzungsbedingungen und technischen Standards. [mehr]
  2. Die EU-Kommission hat zwei Förderaufrufe im Forschungsprogramm Horizon Europe mit insgesamt 307,3 Mio. Euro für Projekte zur Entwicklung von KI und verwandten Schlüsseltechnologien gestartet. Mit den Aufrufen sollen vertrauenswürdige KI-Dienste aufgebaut, digitale Gemeingüter unterstützt und die strategische Autonomie bei Technologien und Rohstoffen gestärkt werden, wobei die Bewerbungsfrist bis zum 15. April läuft. [mehr]
  3. Die sechs niedersächsischen Landesmuseen starten das Verbundprojekt DigiVerS (Digitale Verantwortung und Sichtbarkeit), um digitale Forschungsdateninfrastrukturen im Museumsbereich aufzubauen und den offenen Zugang zu musealem Wissen zu stärken. Das Projekt wird durch das Förderprogramm zukunft.niedersachsen des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung mit 2,8 Millionen Euro unterstützt und läuft zunächst über zwei Jahre. [mehr]
  4. Die Europäische Union hat eine Änderung der Verordnung für das EuroHPC JU (European High-Performance Computing Joint Undertaking) verabschiedet, die den Aufbau der geplanten KI-Gigafabriken umfasst. Unter anderem werden damit KI-Gigafabriken möglich, die auf Standorte in mehreren Ländern verteilt sind. [mehr]

Veranstaltungen

  1. DaTNet: „Digitalethik als DTM-Randbedingung: ein Blick nach vorn“ (online; 29.01.) [mehr]

Tagungsberichte

  1. ESYS: „Strombedarf von Rechenzentren in Deutschland – quo vadis?“ (Aufzeichnung) [mehr]

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No. 01

No. 01, 14.01.2026

Diese Woche wichtig

  1. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), die Wissenschaftsministerien der Länder und die Allianzorganisationen haben sich auf Eckpunkte zur Stärkung der Forschungssicherheit verständigt und planen die Einrichtung einer Nationalen Plattform für Forschungssicherheit. Diese soll Wissenschaftseinrichtungen bei der Bewertung der Risiken ihrer Forschungsaktivitäten informieren und beraten, sowie koordinierend wirken, um das Wissenschaftssystem gegen geopolitische Bedrohungen zu schützen und gleichzeitig die Wissenschaftsfreiheit zu bewahren. [mehr]
  2. Die Bundesregierung hat den Entwurf des Durchführungsgesetzes zum europäischen Daten Governance Rechtsakt (DGG) beschlossen, mit dem schützenswerte Daten der öffentlichen Verwaltung für Forschung und Innovation verfügbar gemacht werden sollen. Das Statistische Bundesamt soll dabei die zentrale Rolle übernehmen, während die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Aufsicht über die neu geregelten Datenvermittlungsdienste erhalten soll. [mehr]
  3. Die Europäische Kommission hat ein Positionspapier des European Open Science Cloud (EOSC) Steering Board zur Stärkung der europäischen Souveränität bei Forschungsdaten durch die EOSC veröffentlicht. Darin werden die Prinzipien Offenheit, Autonomie und Datenqualität behandelt sowie Vorschläge wie der Aufbau souveräner Dienste und eine stärkere Orientierung an gemeinsamen europäischen Datenräumen formuliert. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die EOSC Association bittet in einer Konsultation um Anregungen für Version 2.0 der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA). Bis zum 31. Januar 2026 können Interessierte ihre Ansichten zu den technologischen und Innovationsherausforderungen der EOSC teilen und so die SRIA 2.0 inklusive der strategischen Prioritäten für 2026 – 2030 beeinflussen. [mehr]
  2. Die EU-Kommission hat einen ersten Entwurf des Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte veröffentlicht, der Anbietern und Betreibern von KI-Systemen dabei helfen soll, ihre Transparenzpflichten gemäß dem AI Act zu erfüllen. Der finale Verhaltenskodex soll bis Juni 2026 fertiggestellt und ab August 2026 angewendet werden. [mehr]
  3. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat sich in einer Stellungnahme zur Zukunft der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) positioniert und nimmt darin auch Bezug auf die Strukturevaluation der NFDI durch den Wissenschaftsrat (WR) sowie auf das neueste Positionspapier des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII), Leistung in Verantwortung. Der RatSWD befürwortet die Verstetigung der NFDI und fordert eine starke Einbindung von Communities und Diensten. [mehr]
  4. Darüber hinaus sieht der RatSWD den gleichberechtigten Zugang von Forschenden zu den Forschungsdatenzentren (FDZ) der Statistischen Ämter von Bund und Ländern durch deren Entgelterhöhung als gefährdet an. Er fordert eine nachhaltige Finanzierung der FDZ und eine gesetzliche Verankerung im geplanten Forschungsdatengesetz. [mehr]
  5. Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat eine Handreichung veröffentlicht, die Behörden bei datenschutzrechtlichen Fragen zu Entwicklung und Einsatz von KI, insbesondere von großen Sprachmodellen, unterstützen soll. Die Handreichung konzentriert sich auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, memorisierten Daten und Anforderungen an Rechtmäßigkeit und Transparenz. [mehr]

Tagungsberichte

  1. EOSC: „12th General Assembly of the EOSC Association“ [mehr]
  2. MPDL: „Open Science Days 2025 – Open Science in the Light of Geopolitical Polarization“ [mehr]
  3. EOSC EDEN: „Exploring Core Preservation Processes (CPPs)“ (Folien und Aufzeichnung) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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No. 51

No. 51, 17.12.2025

*** Der Info Ticker verabschiedet sich in die Weihnachtspause und erscheint das nächste Mal am 14. Januar 2026. Der RfII wünscht allen Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. ***

In eigener Sache

  • b.i.t.online hat die Vorsitzende des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII), Prof. Dr. Petra Gehring, und den Geschäftsstellenleiter, Dr. Stefan Lange, in einem Interview zu den Empfehlungen des letzten RfII-Positionspapiers, Leistung in Verantwortung, und zur Zukunft der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) befragt. Darin erklären sie, dass eine Weiterentwicklung der Governance der NFDI notwendig ist, dabei aber berücksichtigt werden muss, dass Forschung und Infrastruktur untrennbar miteinander verzahnt sind. Außerdem muss das Prinzip echter Ownership die Weiterentwicklung leiten. [mehr]

Diese Woche wichtig

  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Leibniz-Gemeinschaft fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme Nachbesserungen am geplanten zehnten Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034, insbesondere an dessen Verbindung mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds. Horizon Europe solle auch in Zukunft auf wissenschaftliche Exzellenz, verlässliche Förderbedingungen und starke Verbundforschung ausgerichtet sein. [mehr]
  • Die Europäische Kommission hat das Arbeitsprogramm 2026 – 2027 für Horizon Europe veröffentlicht, das mit einem Gesamtbudget von 14 Mrd. Euro ausgestattet ist. Einer der Schwerpunkte ist die verstärkte Nutzung von KI in der Forschung. [mehr]
  • Die Sektion 4 „Wissenschaftliche Universalbibliotheken“ im Deutschen Bibliotheksverband hat in einer Publikation die Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken als moderne und vertrauenswürdige Informationsinfrastrukturen beleuchtet. In fünf Handlungsfeldern formuliert sie den aktuellen Stand, konkrete Ziele und Anforderungen an Bibliotheken, Träger und Förderer. [mehr]

Weitere Meldungen

  • Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden von Bund und Ländern (DSK) hat Reformvorschläge zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verfasst, die darauf abzielen, die datenschutzrechtliche Verantwortung von Herstellern von IT-Produkten zu erhöhen und spezifische gesetzliche Regelungen bei der Nutzung personenbezogener Daten für Entwicklung und Einsatz von KI-Systemen zu etablieren. Außerdem hat die DSK eine Orientierungshilfe für die Gesundheitsforschung zur Abstimmung mit den Datenschutzbehörden beschlossen. [mehr]
  • Die hessischen Wissenschafts- und Digitalministerien haben gemeinsam mit den hessischen Hochschulen den Digitalpakt 2.0 unterzeichnet. Er sieht für die Jahre 2026 – 2031 120 Mio. Euro für die digitale Transformation an den Hochschulen vor. [mehr]
  • Die Bertelsmann Stiftung hat zusammen mit der SINE Foundation vorgeschlagen, einen „Standard of Standards“ zu definieren – eine sektorübergreifende und technologieneutrale Methodik zur Entwicklung von Interoperabilitätsstandards. [mehr]
  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Nutzung von KI in der Begutachtung in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen erlauben. Bedingung sind die Prinzipien Vertraulichkeit, Transparenz, Qualitätssicherung und Verantwortung, die in einer Nutzungs- und Transparenzleitlinie spezifiziert werden sollen. [mehr]
  • Das Digital Commons EDIC (European Digital Infrastructure Consortium), an dem Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Italien beteiligt sind, wurde offiziell gegründet. Das Digital Commons EDIC soll unter anderem Open-Source-Alternativen in Bereichen wie KI, Cloud Computing und Cybersicherheit anbieten und damit die digitale Souveränität Europas stärken. [mehr]

Veranstaltungen

  • DNB: „KI in Bibliotheken weiterdenken – Datenqualität, Infrastruktur und Anwendungen für kleine und große Sprachmodelle“ (Frankfurt; 29.-30.01.2026; kostenpflichtig) [mehr]

Tagungsberichte

  • CODATA: „International Data Week 2025“ [mehr]
  • ZBW: „7. EOSC Coffee Lecture: Aktuelles aus der EOSC-Föderation“ (Folien und Aufzeichnung) [mehr]
  • Allianz-Schwerpunkt „Digitalität in der Wissenschaft“: „Reputation und Open Science: Wie soll sich die Bewertung von wissenschaftlichen Leistungen weiterentwickeln?“ (Folien) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

Der RfII Info Ticker wertet die neuesten Meldungen zu RfII-relevanten Themen aus. Grundlage sind der Informationsdienst Wissenschaft (idw), Newsletter und Social-Media-Kanäle von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.

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No. 50

No. 50, 10.12.2025

In eigener Sache

  • Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat Prof. Dr. Astrid Lambrecht, Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, am 13. Oktober 2025 in den Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) berufen. Mit ihrer Berufung gewinnt der RfII eine profilierte Wissenschaftlerin und erfahrene Führungspersönlichkeit. [mehr]

Diese Woche wichtig

  • Kanada und Deutschland haben eine kanadisch-deutsche Digitalallianz angekündigt, um ihre Zusammenarbeit bei KI, digitaler Souveränität und digitaler Infrastruktur zu vertiefen. In den kommenden Monaten soll eine gemeinsame Absichtserklärung zu KI mit Schwerpunkten wie Recheninfrastruktur, KI-Sicherheit, Entwicklung generativer KI, Talentmobilität und industrielle Anwendungen finalisiert werden. [mehr]
  • Die EU-Kommission bittet in einer Konsultation um Feedback zu einer geplanten Durchführungsverordnung, mit der Einzelheiten zu Einrichtung und Betrieb von KI-Reallaboren gemäß dem AI Act festgelegt werden sollen. Rückmeldungen können bis zum 06. Januar 2026 eingereicht werden. [mehr]

Weitere Meldungen

  • Die Agentur für Sprunginnovationen (Sprind) hat die mit 125 Mio. Euro dotierte Next Frontier AI Challenge ins Leben gerufen. Mit dem Wettbewerb soll Teams mit Rechenleistung, Infrastruktur und praktischer Unterstützung geholfen werden, um drei europäische Frontier-KI-Labs aufzubauen, die eigene Spitzenmodelle entwickeln und so die Abhängigkeit von den USA und China reduzieren. [mehr]
  • Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) hat in einer Studie die digitale Souveränität großer Sprachmodelle untersucht, die in der Bundesverwaltung genutzt werden. Zwar sei die Abhängigkeit von nicht-europäischen Unternehmen gering, dennoch wird empfohlen, die Entwicklung eines eigenen großen Sprachmodells, das Open Source ist und auf europäischen Werten basiert, zu prüfen. [mehr]
  • Die Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) hat Version 2.0 des KDSF-Standards für den Austausch von Forschungsinformationen verabschiedet. Darin wurden Anpassungswünsche der Nutzenden, wie die Ergänzung persistenter Identifikatoren, umgesetzt. [mehr]
  • Der Senat des Landes Berlin hat eine Open-Source-Strategie beschlossen, die darauf abzielt, die digitale Souveränität und Innovationskraft des Landes zu stärken. Die Strategie soll den Aufbau einer offenen IT-Landschaft fördern, eine Open-Source-Kultur innerhalb der Verwaltung etablieren und die digitalen Services für Bürgerinnen und Bürger verbessern. [mehr]
  • Das Projekt open-access.network wird für drei weitere Jahre vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Ziel dieser dritten Förderphase ist es, die Plattform in Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Verein weiterzuentwickeln und ihr langfristiges Bestehen zu sichern. [mehr]
  • Eine Arbeitsgruppe des TUM Think Tank, in der unter anderem die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) involviert ist, hat konkrete Reformvorschläge für die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) formuliert. Die Vorschläge fokussieren sich auf vier Themen, darunter die Entwicklung eines risikobasierten Ansatzes und ein Ampelsystem für mehr Rechtssicherheit. [mehr]

Tagungsberichte

  • Gaia-X: „Sustainable development of data-sharing ecosystems: challenges and turning points“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]
  • TMF: „7. Nationales Digital Health Symposium 2025“ [mehr]
  • Deutscher Bundestag: „Öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung zur Initiative Forschung und Anwendung“ (inkl. Aufzeichnung) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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