No. 10, 18.03.2026
Diese Woche wichtig
- Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) haben bekannt gegeben, dass zehn der aktuell elf Exzellenzstandorte für weitere sieben Jahre im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert werden. Im Evaluationsverfahren erfolgreich waren die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die Berlin University Alliance, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das KIT Karlsruhe, die LMU München, die TU München und die Universität Tübingen, während die Universität Konstanz die notwendige Anzahl Exzellenzcluster nicht erreicht hat. [mehr]
- Der Rat der EU hat sich auf eine gemeinsame Position zum KI-Omnibus geeinigt, den die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Unter anderem will der Rat, dass die Regelungen für Hochrisiko-KI, die der AI Act vorsieht, erst ab dem 02. Dezember 2027 für eigenständige KI-Systeme bzw. ab dem 02. August 2028 für KI-Systeme, die in regulierte Produkte integriert sind, gelten. [mehr]
- Die Bundesregierung hat den Entwurf des Medizinregistergesetzes beschlossen, mit dem die Nutzung medizinischer Registerdaten in der Versorgung und Forschung gestärkt werden soll. Das Gesetz sieht ein Zentrum für Medizinregister beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, ein zentrales Medizinregisterverzeichnis und eine Qualifizierung für Medizinregister, die erweiterte Datenverarbeitungsbefugnisse mit sich bringt, vor. [mehr]
- Die Fraunhofer-Gesellschaft fordert in einem Positionspapier, das geplante zehnte Forschungsrahmenprogramm (FP10) Horizon Europe der EU-Kommission für die Jahre 2028 – 2034 und den Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF) auf transformative statt inkrementelle Veränderungen auszurichten. Sie plädiert unter anderem für ein Horizon Europe-Budget von bis zu 200 Milliarden Euro, eine stärkere Fokussierung auf kollaborative Forschung sowie ein Co-Governance-Modell, das Horizon Europe und den ECF strategisch miteinander verbindet. [mehr]
Weitere Meldungen
- Die Bundesnetzagentur (BNetzA), die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) und das hessische Digitalministerium haben ihr gemeinsames Pilotprojekt zur Simulation eines KI-Reallabors des AI Acts abgeschlossen. Eines der Ergebnisse ist eine Roadmap, die das Zusammenspiel von AI Act und Medizinprodukte-Verordnung bei der Entwicklung eines Medizinprodukts mit integriertem Hochrisiko-KI-System beleuchtet. [mehr]
- Die Expertenkommission Wettbewerb & Künstliche Intelligenz hat Handlungsempfehlungen zu den Themen Transfer und Talente abgegeben. Sie empfiehlt der Bundesregierung, sich im Bereich KI vom Skalierungswettlauf mit ausländischen Anbietern abzuwenden und sich stattdessen auf Felder zu fokussieren, in denen Deutschland bereits gut aufgestellt ist. Darüber hinaus solle Know-how in KI-Hubs räumlich gebündelt und ausländische KI-Talente schnell und unbürokratisch angeworben werden. [mehr]
- Die DFG hat ihre angekündigte Leitlinie zum Einsatz von KI in der wissenschaftlichen Begutachtung veröffentlicht und darin eine ausschließlich unterstützende KI-Nutzung entlang der Prinzipien Vertraulichkeit, Transparenz, Qualitätssicherung und Verantwortung festgelegt. Die ab 16. April geltende Leitlinie wird in einem Whitepaper näher begründet und der interne Klärungsprozess dort fachlich, rechtlich und technisch eingeordnet. [mehr]
- Das EU-Parlament hat eine Resolution zum geplanten European Research Area (ERA) Act verabschiedet. Darin fordern die Abgeordneten unter anderem, das Investitionsziel von 3 % des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung im ERA Act zu verankern und Maßnahmen zu ergreifen, um die privatwirtschaftliche Beteiligung am Forschungs- und Entwicklungsökosystem zu stärken. [mehr]
Veranstaltungen
- HU Berlin: „GÉANT in a nutshell – how we support science in the European Research Area” (online; 31.03.) [mehr]
Tagungsberichte
- „NFDITalk: Introduction to knowledge-driven FAIR services and the Leibniz Data Manager“ (Aufzeichnung) [mehr]
Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).
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