No. 01, 14.01.2026


Diese Woche wichtig

  1. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), die Wissenschaftsministerien der Länder und die Allianzorganisationen haben sich auf Eckpunkte zur Stärkung der Forschungssicherheit verständigt und planen die Einrichtung einer Nationalen Plattform für Forschungssicherheit. Diese soll Wissenschaftseinrichtungen bei der Bewertung der Risiken ihrer Forschungsaktivitäten informieren und beraten, sowie koordinierend wirken, um das Wissenschaftssystem gegen geopolitische Bedrohungen zu schützen und gleichzeitig die Wissenschaftsfreiheit zu bewahren. [mehr]

  2. Die Bundesregierung hat den Entwurf des Durchführungsgesetzes zum europäischen Daten Governance Rechtsakt (DGG) beschlossen, mit dem schützenswerte Daten der öffentlichen Verwaltung für Forschung und Innovation verfügbar gemacht werden sollen. Das Statistische Bundesamt soll dabei die zentrale Rolle übernehmen, während die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Aufsicht über die neu geregelten Datenvermittlungsdienste erhalten soll. [mehr]

  3. Die Europäische Kommission hat ein Positionspapier des European Open Science Cloud (EOSC) Steering Board zur Stärkung der europäischen Souveränität bei Forschungsdaten durch die EOSC veröffentlicht. Darin werden die Prinzipien Offenheit, Autonomie und Datenqualität behandelt sowie Vorschläge wie der Aufbau souveräner Dienste und eine stärkere Orientierung an gemeinsamen europäischen Datenräumen formuliert. [mehr]

Weitere Meldungen

  1. Die EOSC Association bittet in einer Konsultation um Anregungen für Version 2.0 der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA). Bis zum 31. Januar 2026 können Interessierte ihre Ansichten zu den technologischen und Innovationsherausforderungen der EOSC teilen und so die SRIA 2.0 inklusive der strategischen Prioritäten für 2026 – 2030 beeinflussen. [mehr]

  2. Die EU-Kommission hat einen ersten Entwurf des Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte veröffentlicht, der Anbietern und Betreibern von KI-Systemen dabei helfen soll, ihre Transparenzpflichten gemäß dem AI Act zu erfüllen. Der finale Verhaltenskodex soll bis Juni 2026 fertiggestellt und ab August 2026 angewendet werden. [mehr]

  3. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat sich in einer Stellungnahme zur Zukunft der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) positioniert und nimmt darin auch Bezug auf die Strukturevaluation der NFDI durch den Wissenschaftsrat (WR) sowie auf das neueste Positionspapier des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII), Leistung in Verantwortung. Der RatSWD befürwortet die Verstetigung der NFDI und fordert eine starke Einbindung von Communities und Diensten. [mehr]

  4. Darüber hinaus sieht der RatSWD den gleichberechtigten Zugang von Forschenden zu den Forschungsdatenzentren (FDZ) der Statistischen Ämter von Bund und Ländern durch deren Entgelterhöhung als gefährdet an. Er fordert eine nachhaltige Finanzierung der FDZ und eine gesetzliche Verankerung im geplanten Forschungsdatengesetz. [mehr]

  5. Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat eine Handreichung veröffentlicht, die Behörden bei datenschutzrechtlichen Fragen zu Entwicklung und Einsatz von KI, insbesondere von großen Sprachmodellen, unterstützen soll. Die Handreichung konzentriert sich auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, memorisierten Daten und Anforderungen an Rechtmäßigkeit und Transparenz. [mehr]

Tagungsberichte

  1. EOSC: „12th General Assembly of the EOSC Association“ [mehr]
  2. MPDL: „Open Science Days 2025 – Open Science in the Light of Geopolitical Polarization“ [mehr]
  3. EOSC EDEN: „Exploring Core Preservation Processes (CPPs)“ (Folien und Aufzeichnung) [mehr]

Verantwortet von Dr. Steffen Nitsche (steffen.nitsche@rfii.de).

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